Social Media für kleine und mittlere Unternehmen 09.11.2011, 14:40 Uhr

Klein anfangen

Beim Thema Social Media stellt sich besonders bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) oft die Frage, inwieweit ein Engagement in diesem Bereich sinnvoll ist. Nur wer die richtige Strategie zu Grunde legt, wird erfolgreich Mehrwert für das eigenen Unternehmen schaffen. Tim Bongers, Leiter Webprogrammierung beim Onlinemarketing-Spezialisten Fairrank Deutschland hat einige Tipps zusammen gestellt, damit der Einstieg klappt.
Gründe für den Einstieg
KMU, die erfolgreich im Sozialen Netz starten wollen, sollten sich zuerst ihre Ziele vergegenwärtigen. In sozialen Netzwerken wie Facebook oder auf Meinungsplattformen wie Qype wird über Unternehmen geredet, wahrscheinlich auch über Ihres. Nutzer tauschen sich aus, bewerten ihre Erfahrungen mit Unternehmen und teilen anderen ihre Meinung mit. Für Sie als Unternehmen bedeutet das, zum einen kostenloses Feedback zu Ihren Produkten und Leistungen, zum anderen bietet es Ihnen die Möglichkeit, auf Wünsche und Kritik direkt reagieren zu können.
Klein anfangen
Oft scheuen kleinere Unternehmen den zusätzlichen Personal- und Zeitaufwand für den Einstieg in den „Social Media“-Bereich, insbesondere im Hinblick auf die Vielzahl an zur Verfügung stehenden Plattformen. Unser Tipp: Fangen Sie klein an! Überlegen Sie sich zuerst, welche sozialen Netzwerke oder Plattformen für Sie überhaupt in Frage kommen: Wo sind Ihre Mitbewerber bereits aktiv? In welchen Bereichen haben Sie oder Ihre Mitarbeiter bereits Erfahrungen gesammelt? Gibt es für Ihre Branche spezielle Foren oder Plattformen? 
Die richtigen Inhalte auswählen
Ein weiterer wichtiger Punkt für die Wahl der richtigen Plattform ist die Art der Inhalte, die Sie im Sozialen Netz veröffentlichen wollen. Falls Ihnen beispielsweise eine aktive Kundenbindung durch Gewinnspiele, Wettbewerbe oder andere Aktionen wichtig ist, bietet sich wahrscheinlich die Facebook-Plattform an, da Sie hier sehr flexibel verschiedene Arten von Inhalten präsentieren können. Als Shopanbieter haben Sie die Möglichkeit, Rabattcodes nur für Ihre „Fans“ anzubieten. Oder vielleicht suchen Sie ja nach Testern für Ihre Produkte? Dann fragen Sie doch einfach mal Ihre Fans. Darüber hinaus hilft uns die Kommunikation mit den Fans, die Kundenwünsche und auch einzelne Produkte besser einschätzen zu können.
Nicht vor negativem Feedback fürchten
Im Austausch mit Ihren Interessenten sollten Sie keine Angst vor negativer Kritik haben, denn Sie können durch kompetente Antworten Ihr eigenes Image stärken, wenn Ihre Kunden sehen, dass Sie offen mit Kritik umgehen können. Die Stärkung Ihres eigenen Images gilt durchweg als positiver Nebeneffekt Ihrer Social-Media-Bemühungen, da Sie sich als modernes Unternehmen präsentieren, das sich in den sozialen Netzwerken auskennt und auch dort als Ansprechpartner für seine Kunden bereitsteht.
Regional denken
Social Media besteht nicht nur aus internationalen Netzwerken wie Facebook und Twitter, sondern auch regional fokussierte Angebote gewinnen durch Empfehlungsverbreitungen immer mehr an Bedeutung. Falls Sie an einem oder mehreren Standorten Niederlassungen mit regelmäßigem Publikumsverkehr betreiben, sollten Sie sich auch Bewertungsportale wie Qype oder Yelp ansehen. Dort haben Ihre Kunden die Möglichkeit, nach ihrem Besuch eine Bewertung Ihres Unternehmens und Ihrer Produkte und Dienstleistungen zu hinterlassen. Durch die Ausrichtung dieser Plattformen auf mobile Geräte kann dies sogar direkt vor Ort passieren, so dass Sie durch einen Hinweis im Verkaufsraum (Aufkleber/Plakat) bereits aktiv auf diese Möglichkeit hinweisen und somit Ihre Kunden um Feedback bitten können. Zusätzlich haben Sie auf manchen Plattformen wie Qype oder Friendticker auch die Möglichkeit, Ihren Besuchern besondere Vorteile anzubieten, die sich mit ihrem Mobiltelefon vor Ort „einchecken“.
Selbst machen oder abgeben
Nach der Entscheidung für eine Plattform sollten Siesich bereits im Vorfeld auch darüber Gedanken machen, in welcher Form Inhalte über soziale Netzwerke veröffentlicht werden sollen und wer in Ihrem Unternehmen dafür zuständig sein wird. Mit diesen Voraussetzungen können Sie sich dann auf die für Sie wichtigen Plattformen konzentrieren und sich vergleichbare Angebote für die Umsetzung bei verschiedenen Dienstleistern einholen, sofern Sie Ihr Social Media Marketing nicht Inhouse allein starten wollen. Agenturen können sowohl für die Startphase zur Hilfe geholt werden als auch für die dauerhafte Betreuung. So kann man sich zum Beispiel eine Facebook-Fanpage mit Willkommensseite und Gutschein-Bereich programmieren lassen, die man jedoch im späteren Verlauf selbst pflegt.  Ebenso können Sie für regelmäßige Beiträge bis hin zur Frage-Beantwortung auf der Pinnwand einen Dienstleister beauftragen. Wie auch immer Sie vorgehen: Wenn Sie erste Erfahrungen gesammelt haben, wird Ihnen der Einstieg bei weiteren Plattformen bereits viel leichter fallen.



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