Rolle des Internets im Wahlkampf 05.09.2013, 13:52 Uhr

Klassische Medien vorne

Das Internet spielt für die Wahlentscheidung der Deutschen nur eine untergeordnete Rolle - hinter Fernsehen, Printprodukten und Radio. Das ergab eine Umfrage von Fittkau & Maaß Consulting im Auftrag der Internet World Messe.
Rolle des Internets im Wahlkampf
Fragt man wahlbereite Internet-Nutzer nach den Informationskanälen, die sie am häufigsten für ihre Wahlentscheidung nutzen, zeigt sich ein klares Bild zugunsten der klassischen Medien. Fast drei Viertel nutzen TV, gefolgt von Print (61 Prozent) und Radio (57 Prozent). Dies zeigt die Studie "Bundestagswahl 2013 - Die Sicht der Internet-Nutzer", die von Fittkau & Maaß Consulting im Auftrag der Internet World Messe durchgeführt wurde.
Die Online-Kanäle rangieren deutlich dahinter: 44 Prozent lesen nach eigenen Angaben die News-Seiten von Tageszeitungen und Zeitschriften, um sich über die Wahl zu informieren, rund ein Fünftel nutzt spezielle Politik-Informations-Sites oder die Online-Angebote der Parteien.
Noch geringer fällt die Nutzung von Social-Media-Kanälen aus: Mit Weblogs, Facebook-Profilen und Tweets von Politikern oder Parteien lässt sich maximal ein Zehntel der Onliner erreichen. Zehn Prozent der Befragten lesen die Blogs von Politikern und Parteien, knapp zehn Prozent besuchen deren Facebook-Profile und sechs Prozent lesen deren Tweets. Befragt wurden 1.093 deutsche Internetuser im Alter ab 18 Jahren.
Im Wahljahr setzen die Abgeordneten des Deutschen Bundestags verstärkt auf Facebook, Twitter und Co. Anfang des Jahres hatten 86 Prozent der Abgeordneten ein Profil bei einem Sozialen Netzwerk, im Juli 2013 waren es bereits 90 Prozent. 23 der 620 Bundestagsabgeordneten haben sich seit Beginn des Wahljahres für Social Media als Kommunikationskanal mit den Bürgern entschieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Hightech-Verbands Bitkom.
INTERNET WORLD Business hat sich die Vorhaben der Parteien hinsichtlich Datenschutz, Breitbandausbau und Urheberrecht genau angesehen in Bundestagswahl 2013: Partei ergreifen für Online.



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