blogfoster-Gründer 14.09.2017, 12:15 Uhr

"Große Firmen schaffen zunehmend Budgettöpfe für Influencer-Marketing"

Influencer Marketing ist das Hype-Thema des Jahres. Auch auf der dmexco geht es um die Kooperation zwischen Marken, Instagram-Stars oder Bloggern. Wir sprachen mit der Influencer-Plattform blogfoster über KPIs und Mythen.
Jan Homann, Co-Founder und CEO blogfoster
(Quelle: blogfoster)
Influencer Marketing ist das Hype-Wort des Jahres. Nicht immer ist es positiv konnotiert. Unternehmen wie jüngst Rossmann müssen sich mit dem Vorwurf der Schleichwerbung auseinandersetzen, es gibt zahlreiche Warnungen vor mit Fake-Followern gepimpten Accounts und die Frage, wie die Kennzeichnung von Posts als werbliche Beiträge auszusehen hat, ist in Deutschland immer noch nicht wirklich beantwortet. 
Die Influencer-Plattform blogfoster möchte mit den Halbwahrheiten Schluss machen und Werbungtreibende mit harten KPIs und automatisierter Kampagnenauslieferung überzeugen. Jan Homann, Co-Founder und CEO von blogfoster, erklärt den Influencer-Marketing-Markt und wie man Fake Follower erkennt.
Was genau steckt hinter blogfoster?
Jan Homann: Ich habe mich bereits 2011 gemeinsam mit Simon Staib mit dem Thema Blog-Marketing beschäftigt. Damals gaben wir mit unserer Firma stilanzeigen den einflussreichsten - Bloggern - die Möglichkeit, Banner-Werbung, die im Look und Feel der Seite ähnelte, auf ihren Blogs zu platzieren. Wir hatten etwa 100 Blogger im Portfolio. Man sprach damals noch nicht von Influencern, aber die Fragestellungen waren ähnlich: Bis zu welchem Grad ist es authentisch? Wie ist die perfekte Balance zwischen Blogger und Marke? Was sind Missbrauchsmuster?

2013 ging stilanzeigen in der neuen Selfservice-Plattform blogfoster auf. Wir haben uns breiter aufgestellt und den Consumer-Bereich hinzugenommen. Seit 1,5 Jahren etwa bieten wir Marken nun die Option, nicht nur mit Bloggern, sondern auch mit YouTubern, Instagrammern oder Twitter-und Pinterest-Influencern zusammenzuarbeiten.

Wie sieht diese Arbeit in der Praxis aus?
Homann: Wir vermitteln immer Sponsored-Content-Arbeiten. Dabei handelt es sich um einen frei verfassten redaktionellen Inhalt von einem Social Influencer oder Blogger in Kooperation mit einer Marke. Das ist als Werbung gekennzeichnet. Wir sind also der "Matchmaker" zwischen beiden Welten und der objektive Betrachter, der misst, die Fakturierung der Aufträge durchführt und Preise setzt, also bestimmt, was ein Posting wert ist. In den vergangenen zwei Jahren haben wir so zu 100 Prozent automatisiert etwa 15.000- bis 18.000-mal zwischen Marke und Influencer vermittelt.

Influencer Marketing liegt im Trend, Anbieter gibt es einige: Mit wem konkurrieren Sie?
Homann: Wir haben zwei Arten von Wettbewerbern. Zum einen kleinere Agenturen sowie Vermarkter wie etwa Gruner + Jahrs InCircles. Diese haben sich eine Basis an Bloggern und Influencern aufgebaut und führen für ihre Kunden Kampagnen durch. Zum anderen konkurrieren wir mit Marktplätzen wie TapInfluence in den USA oder NeoReach und Reachbird in Deutschland, die ein direktes Matching zwischen Influencern und Marken ermöglichen. Unsere größten Wettbewerber in Deutschland sind allerdings eher kleinere Spezialagenturen.




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