Politische Werbung im Internet 17.01.2019, 09:15 Uhr

Facebook verspricht transparentere Polit-Werbung zur EU-Wahl

Im Mai wird ein neues EU-Parlament gewählt. Facebook ergreift dafür nun Maßnahmen in Sachen politischer Werbung: Dazu gehört bisher unter anderem, dass jeder, der Werbung mit politischen Inhalten schalten will, seine Identität und seinen Standort angeben muss.
Im Mai wird ein neues EU-Parlament gewählt.
(Quelle: Patrick Pleul)
Facebook will zur Europawahl für mehr Transparenz auf seiner Plattform bei politischer Werbung in der EU sorgen. Die bereits unter anderem in den USA geltenden Anzeigen-Regeln sollen rechtzeitig vor der Abstimmung im Mai eingeführt werden.
Dazu gehört bisher unter anderem, dass jeder, der Werbung mit politischen Inhalten schalten will, seine Identität und seinen Standort angeben muss. Außerdem sollen die Anzeigen in einer öffentlich zugänglichen Datenbank bis zu sieben Jahre lang gespeichert werden, wie das Online-Netzwerk am Mittwoch mitteilte.

Für Propaganda-Kampagnen missbraucht

Facebook ergriff die Maßnahmen in den Vereinigten Staaten vor allem nach der US-Präsidentenwahl 2016, da das Online-Netzwerk im Wahlkampf in großem Stil für Propaganda-Kampagnen missbraucht worden war.
Sie wurden nach US-Erkenntnissen von Russland aus gesteuert. Facebook hatte auch schon unter anderem vor den Wahlen in Frankreich und Deutschland massenhaft gefälschte Accounts gelöscht, um eine Manipulation der öffentlichen Meinung zu verhindern.
In Nigeria und der Ukraine lässt Facebook mit Blick auf die anstehenden Wahlen bereits von Mittwoch an grundsätzlich keine Wahlwerbung aus dem Ausland zu.
FBWC



Das könnte Sie auch interessieren