Bewegtbild-Werbung 04.12.2017, 10:59 Uhr

Facebook testet PreRolls

Lange hatte sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg gegen PreRolls gewehrt, da das Format Nutzer nerven und vom Konsum des eigentlichen Inhalts abhalten würde. Jetzt testet die Plattform aber offenbar doch Werbespots vor Videos.
(Quelle: shutterstock.com/Sukharevskyy Dmytro(nevodka))
Mark Zuckerberg hielt lange Zeit nichts von PreRolls. Die Werbespots in Videos, die dem eigentlichen Content vorgeschalten sind, wären zu nervig für die Zuschauer und würden die Nutzer nur vom gewünschten Inhalt abhalten. Er verbot das Wort "PreRolls" sogar lange Zeit im Werbe-Vokabular im Hause Facebook. Nun scheint sich die Plattform aber umzuorientieren. Wie adage.com berichtet, will die Plattform entsprechende Formate bald testen.
Die Tests betreffen vor allem Facebooks neu gegründetes Portal Facebook Watch, ein Möchtegern-YouTube-Konkurrent, bei dem Verleger, Fernsehstudios und Webstars Shows kreieren und versuchen, durch Anzeigenverkäufe Geld zu verdienen. Zu Beginn dieser "Watch Shows" sollen nun PreRolls laufen. Facebook selbst hat die Gerüchte noch nicht kommentiert, soll aber in den kommenden Wochen beobachten wollen, wie die Werbe-Clips bei Nutzern ankommen. MidRoll Ads für die Watch Shows gibt es seit August dieses Jahres bereits, insofern liegt der PreRoll-Gedanke nicht fern.
Die Watch-Plattform soll sich nicht auf die von Facebook präferierten Shortvideos fokussieren, die es auch im normalen Feed gibt. Stattdessen sollen die Bewegtbild-Formate TV-ähnlichen Charakter haben und sich damit an wiederkehrende, "treue" User richten. Diese könnten auch Werbung vor den Clips eher tolerieren als Nutzer, die auf schnellen Videokonsum aus sind.



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