Bewertungsbutton 09.02.2018, 09:42 Uhr

Facebook testet "Downvote"-Funktion

Facebook will den Austausch auf seinem Netzwerk einheizen. Dazu gehört auch, den Nutzern die Möglichkeit zu geben, unpassende Kommentare zu markieren. Das Netzwerk testet dafür jetzt einen "Downvote"-Button, mit dem fragwürdige Kommentare abgewählt werden können.
(Quelle: shutterstock.com/jehsomwang)
Neben dem "Gefällt mir"-Button gibt es bisher bei Facebook verschiedene Emoji-Reaktionen, mit denen Nutzer einen Beitrag kommentieren können. Mit einem neuen Button will das Netzwerk jetzt jedoch Nutzern die Möglichkeit geben, unpassende Kommentare zu verbergen und gleichzeitig Facebook über die anstößigen Inhalte zu informieren. 
Der sogenannte Downvote-Button wird derzeit mit einer kleinen Gruppe von Usern in den USA getestet, berichtet Techcrunch. Es handle sich dabei nicht um einen "Dislike"-Button, so Facebook, sondern man teste ein Feature, das den Nutzern ermögliche, Feedback über Kommentare auf öffentlichen Seiten an Facebook zu übermitteln.

Das Prinzip dahinter

Ein Klick auf den Downvote-Button, der sich neben den beiden Schaltflächen für Like und Antworten unterhalb der individuellen Kommentare befindet, verbirgt zunächst den anstößigen Kommentar. Darüber hinaus erlaubt die Funktion in einem zweiten Schritt weitere Optionen, die unpassenden Inhalte zu bewerten und so bei Facebook zu monieren. Zur Wahl stehen die Schaltflächen "beleidigend", "irreführend" und "irrelevant". Facebook sollen diese Bewertungen dabei helfen, monierte Kommentare einzuordnen - zum Beispiel ob sie  Falschnachrichten sind.
Laut Facebook wirkt sich die Bewertung über den Downvote-Button nicht auf das Ranking der Kommentare oder der Seite aus. Für die Nutzer des Netzwerks sowie die Verfasser anstößiger Kommentare ist darüber hinaus nicht sichtbar, ob und wie viele Downvotes ein Kommentar erhalten hat. Der Abwähl-Button erscheint zudem ausschließlich auf öffentlichen Seiten, nicht bei Beiträgen von Gruppen, prominenten Nutzern oder einzelnen Usern.
Während ein solcher Abwähl-Button ein Schritt in Richtung eines schon oft von Nutzern gewünschten Dislike-Buttons sein könnte, bleibt die Frage offen, inwiefern sich Facebook über die Abwählfunktion dem Vorwurf der Zensur von Inhalten öffnen würde.
Auch mit seiner Betonung von Lokalnachrichten setzt Facebook derzeit auf das Befeuern der Nutzerinteraktion im Netzwerk.



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