Gut für Publisher  20.10.2017, 09:08 Uhr

Facebook testet Bezahlschranke für Instant Articles

So kann man Publisher glücklich machen: Eine Bezahlschranke bei Facebooks Instant Articles könnte Geld in die Kassen von Publishern bringen. Das Konzept wird jetzt getestet.
(Quelle: Facebook)
Publisher liegen seit jeher mit Facebook im Clinch. Zwar lässt sich mit Facebooks Instant Articles Projekt die Reichweite von Artikeln erhöhen und neues Publikum ansprechen, bisher haperte es aber bei der Monetarisierung der so bereit gestellten Inhalte. Bereits im Juli 2017 hatte Facebook deshalb angekündigt, eine Bezahlschranke für Instant Articles einführen zu wollen. Der Test des Konzepts startet jetzt.
Nach Informationen von Techcurnch testet Facebook zwei Modelle: Zum einen können Publisher ein so genanntes Freemium-Modell verfolgen, nach dem sie selber festlegen, welche Inhalte bezahlt werden müssen. Zum anderen gibt es eine Bezahlalternative, nach der die ersten zehn Artikel kostenlos für Nutzer zugänglich sind und erst ab dem elften Artikel bezahlt werden muss.

Abo-Gebühren gehen an Publisher

Interessant: Zur Abwicklung der Abonnements, die bei Erreichen der Bezahlschranke fällig werden, leitet Facebook die Nutzer direkt auf die Webseite der Publisher. Dies impliziert, dass die Abo-Gebühren zu 100 Prozent von den Publishern eingestrichen werden, ohne dass Facebook an der Vermittlung verdient.
Unter den zehn am Test teilnehmenden Publishern sind unter anderem auch Bild-Zeitung und Der Spiegel, die sich darüber freuen dürften, dass ihre Forderung nach mehr Kontrolle über die Pressung von journalistischen Inhalten - und die Monetarisierung ihrer Artikel - in dem neuen Paywall-Modell berücksichtigt wird.
Die Bezahlschranken sollen bereits in den nächsten Wochen eingeführt werden. Allerdings zunächst nur auf Android-gestützten Geräten: Apple, das an Abos mitverdienen will, die in Apps verkauft werden, hat bisher noch keine entsprechende Vereinbarung mit Facebook getroffen.  



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