EU-Datenschützer prüfen neue Funktion von Facebook 09.06.2011, 08:29 Uhr

Automatische Gesichtserkennung in der Kritik

Facebook landet mal wieder im Visier der Datenschützer: Eine EU-Arbeitsgruppe prüft, ob die Software zur automatischen Gesichtserkennung, die das Markieren von Nutzern auf Fotos erleichtern soll, gegen die Richtlinien verstößt.
EU nimmt Facebook-Gesichtserkennung ins Visier
Gegenstand der EU-Prüfung sei neben der Funktion selbst auch deren Einführung, berichtet Bloomberg Businessweek. Auch einzelne Länder wie Großbritannien und Irland seien bereits dabei, die Datenschutz-Konformität der automatischen Gesichtserkennung zu prüfen. Facebook-Mitglieder hatten kritisiert, dass das soziale Netzwerk die "Tag Suggestions" in den vergangenen Monaten schrittweise gestartet hatte, ohne die Nutzer darüber zu informieren.
Beim Hochladen von Fotos in das Netzwerk werden mit Hilfe von Gesichtserkennungssoftware Vorschläge zum Markieren der Personen gemacht. Als Standardeinstellung ist dabei das automatische Vorschlagen von Nutzernamen aktiviert. Mitglieder, die nicht möchten, dass ihr Name anderen automatisch vorgeschlagen wird, können das Feature über die Privatsphäre-Einstellungen des Netzwerksausschalten.
Facebook teilte mit, dass es EU-Datenschützer mit Informationen versorge und zuversichtlich sei, deren Bedenken auszuräumen.
Es ist nicht das erste Mal, dass das Netzwerk Probleme mit den Datenschützern hat. Auch die Einbindung des "Gefällt-mir"-Buttons auf Webseiten, die Weitergabe von Userdaten an Entwickler und das Markieren von Nutzern im Lokalisierungsdienst Places waren auf Kritik gestoßen.


Das könnte Sie auch interessieren