Facebook testet kostenpflichtige Nachrichten 14.01.2013, 09:04 Uhr

100-Dollar-Mail an Zuckerberg

Bereits seit einigen Wochen testet Facebook in den USA die Möglichkeit, private Nachrichten gegen eine Gebühr von einem US-Dollar an User außerhalb des eigenen Freundeskreises versenden zu können. Nun geht der Betatest in die nächste Phase: Für stolze 100-US-Dollar können nun auch Nachrichten an Mark Zuckerberg verschickt werden.
Facebooks größte Einnahmequelle ist und bleibt die Werbung. Das Geschäft mit mobilen Anzeigen auf Smartphones und Tablets - Geräte, die sich bei User immer größerer Beliebtheit erfreuen - kommt jedoch nicht wirklich in Gang. Um neue Finanzierungsmöglichkeiten zu finden, testet das Netzwerk daher bereits seit ein paar Wochen Bezahlnachrichten.
So soll es bald etwas kosten, wenn ein User eine private Nachricht an Nutzer schreiben will, mit denen er nicht befreundet ist. Wie viel der Dienst genau kosten soll, ist noch unklar – aktuell verlangt Facebook in den USA eine Gebühr von einem US-Dollar. Die Nachricht verspricht das soziale Netzwerk dann prominent in der Inbox des Empfängers zu platzieren und nicht wie üblich im Ordner "Sonstiges" abzulegen, so "Heise".
Wie das amerikanische Newsportal "Mashable" nun berichtet, geht der Betatest in die nächste Runde: Nutzer in den USA, die eine private Nachricht an Gründer Mark Zuckerberg schreiben wollen, ohne mit ihm befreundet zu sein, müssen bereit sein, stolze 100-US-Dollar zu zahlen. Die Experimente seien der Versuch, neue Maßnahmen zur Spam-Vermeidung zu testen – und nicht das Bemühen, neue Einnahmequellen zu generieren, betont das Unternehmen Medienberichten zufolge. So wolle das Netzwerk mit der finanziellen Hürde verhindern, dass Nutzer mit unerwünschten Nachrichten überhäuft werden. Der Bezahldienst sei auf eine Nachricht pro Woche beschränkt.
Sollten Facebooks Versuche mit den Bezahlnachrichten erfolgreich sein und mehr User dazu bringen, die Messaging-Funktion zu nutzen, dürfte das auch für die Marketing-Branche interessant werden. Wenn Marketers zukünftig dafür bezahlen können, auf dem Newsfeed des Nutzers zu erscheinen, wird der Dienst bald auch in Targeting-Hinsicht genutzt werden - nämlich um Nachrichten mit gezielten Werbebotschaften zu senden.



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