Sensible Informationen 18.01.2018, 15:28 Uhr

Geteilte Channels in Slack erhalten mehr Privatsphäre

Slack erweitert die Funktion zum Teilen von Channels um eine Zugriffskontrolle. Damit sollen sich diese Kanäle nun auch zur Weitergabe sensibler Informationen eignen.
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Der Zugriff auf geteilte Channels lässt sich künftig einschränken.
(Quelle: Slack)
Mehr Privatsphäre für sensible Informationen: Seit vergangenem Jahr können Unternehmen über Slack auch direkt in geteilten Channels mit ihren Geschäftspartnern und Kunden in Kontakt treten. Bislang waren diese Chat-Kanäle frei von beiden Seiten zugänglich. Damit erleichterte die Funktion zwar die Kommunikation und Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg, für die Weitergabe von sensiblen Informationen eigneten sich die Channels hingegen weniger. Das soll sich jetzt mit den privaten geteilten Channels ändern.
So haben Administratoren nun die Möglichkeit, den Zugriff auf diese Chat-Kanäle auf einen spezifischen Personenkreis einzugrenzen. Diese Zugriffskontrolle ist in der Praxis sowohl beidseitig als auch einseitig konfigurierbar. Während beispielsweise in Unternehmen A nur eine bestimmte Abteilung für einen geteilten Channel berechtigt ist, kann derselbe Kanal bei dem verbundenen Unternehmen B frei zugänglich bleiben.
Um an den Konversationen eines solchen Kanals teilzunehmen, ist stets eine Einladung erforderlich wie es etwa auch in internen privaten Channels der Fall ist. Darüber hinaus tauchen Inhalte eines privaten geteilten Channels natürlich nicht in der öffentlichen Suche auf.
Aktuell befinden sich die geteilten Kanäle noch in der Beta-Phase und sind damit nur für Nutzer der kostenpflichtigen Standard- und Plus-Tarife verfügbar.

Slack-Neuerungen für Admins

Neben der neuen Channel-Funktion führt Slack für Administratoren nun einen eigenen Admin-Bereich zur einfacheren Verwaltung von mehreren Kanälen ein. Dieser befindet sich im Menü des Tools und ermöglicht die zentrale Einsicht aller externen Channels. Darüber hinaus lassen sich hier neue Kanäle anlegen und Berechtigungen konfigurieren. Um auf die Inhalte in privaten Channels zuzugreifen, benötigt aber auch der Admin selbst eine Einladung.

Das Ende der E-Mail ist noch lange nicht in Sicht

Collaboration-Tools und Enterprise-Chats wie Slack, Microsoft Teams oder Workplace by Facebook wollen die interne und externe Kommunikation von Unternehmen vereinfachen und effizienter gestalten. Innerhalb der jeweiligen Plattform mag das auch tadellos funktionieren. Mit neuen Features wie den privaten Channels von Slack bauen die Anbieter den Funktionsumfang zudem zunehmend aus. Allerdings hapert es an der Kompatibilität der einzelnen Lösungen zueinander, da jeder Anbieter sein eigenes Süppchen kocht. Dies zeigt sich speziell bei der externen Kommunikation. Wer diese mit allen Kunden und Geschäftspartnern sicherstellen will, kommt daher um die klassische Mail nicht herum.



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