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Social Media Market Insights Q1/2022 Sinkende Werbebudgets, hohe Inventarpreise: 3 Wege aus der Werbekrise

Shutterstock/wrangler
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Die angespannte Situation der Weltwirtschaft macht sich auch auf dem hiesigen Werbemarkt bemerkbar. Trotz knapper Budgets und einer geringeren Nachfrage blieb das Preisniveau der digitalen Inventare aber vergleichsweise hoch. Drei Tipps, um Wege aus der Krise zu finden.

Die Krisen der vergangenen Jahre haben den digitalen Werbemarkt durcheinander gewirbelt. Eine Erholung war auch im ersten Quartal 2022 nicht in Sichtweite. Ende Februar sanken die Werbebudgets innerhalb einer Woche um 35 Prozent, zeigt der aktuelle Report der Social Media Market Insights für das erste Quartal 2022 von esome.

Ein weiteres Ergebnis der Auswertung der von esome umgesetzten Werbekampagnen: Trotz knapper Budgets und der damit verbundenen geringeren Nachfrage nach Werbeeinblendungen, blieb das Preisniveau der digitalen Inventare vergleichsweise hoch: Im Vergleich zum Vorquartal sank der durchschnittliche Tausend-Kontakt-Preis (TKP) in Q1/22 zwar saisonbedingt um 27 Prozent, war aber dennoch um sieben Prozent höher als in Q1/21 und um neun Prozent höher als in Q1/20.

Preisunterschiede bei den digitalen Plattformen

Neben den weiterhin hohen Inventarpreisen, ist esome zufolge plattformübergreifend eine ähnliche Entwicklung bei der Preisentwicklung der digitalen Inventare zu beobachten. Bei den absoluten Werten gebe es jedoch weiterhin signifikante Unterschiede, die sich im ersten Quartal 2022 manifestierten:

So lag der durchschnittliche TKP im ersten Quartal 2022 auf Facebook 40 Prozent über und auf Instagram 20 Prozent unter dem plattformübergreifenden Durchschnitt. Dagegen seien die Inventarpreise auf Twitter nahezu konstant geblieben. Bei TikTok war der durchschnittliche TKP für Werbung in Q1/22 knapp 78 Prozent, bei LinkedIn 19 Prozent und bei Snapchat 28 Prozent höher als in Q1/21. Nur bei Pinterest seien die Inventarpreise im Vergleich zum Vorjahr nicht gestiegen.

3 Wege aus dem Tief

esome gibt drei Tipps an die Hand, wie sich Wege aus der Krise finden lassen:
 
1. Das Ziel im Auge behalten
Um den optimalen Media Outcome zu erzielen, müssen Werbetreibende ihr Werbeziel in den Mittelpunkt stellen und die Kampagnenplanung daran ausrichten. In einigen Fällen sind günstigere Platzierungen sinnvoll, um die Kosten zu senken oder bei gleichem Budget mehr Werbekontakte zu generieren. In anderen Fällen erhöht ein Aufpreis dagegen die Medienqualität und liefert auf diese Weise hochwertigere, das heißt stärker auf das Werbeziel einzahlende, Impressionen.
 
2. Neue Strategien ausprobieren
Insbesondere in turbulenten Wirtschaftslagen ist es wichtig, erprobte Ansätze hinsichtlich ihrer Effizienz und ihres Media Outcomes auf den Prüfstand zu stellen. Dies gilt einerseits für den Plattform-Mix und andererseits für den Ausschöpfungsgrad der individuellen Plattformfunktionen. Mitunter bieten deshalb innovative Strategien eine bessere Lösung.
 
3. Kampagnen holistisch denken
Es ist wichtig bei der Marketingplanung das große Ganze im Auge zu behalten. Jeder relevante User müsse mit der optimalen Frequenz und dem geeigneten Format adressiert werden. Streuverluste sollten ebenso vermieden werden wie ineffiziente Mehrfachansprachen. Anstatt in Silos zu denken, sollten Werbetreibende die unterschiedlichen Kampagnenphasen, Plattformen und Kanäle miteinander verzahnen, um das Media Outcome und die Effizienz zu optimieren.

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