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Finanzbericht Twitter: "Wir sind nicht zufrieden mit dem Nutzer-Wachstum"

Twitter.com/Aaron Durand
Twitter.com/Aaron Durand

Mit dem Umsatz von einer halben Milliarde US-Dollar im zweiten Quartal 2015 kann Twitter zufrieden sein. Doch das Wachstum der Nutzerzahl ist so gering, dass das Unternehmen Selbstkritik übt.

Am Umsatz hapert es bei Twitter nicht: Im zweiten Quartal 2015 konnte die Plattform einen Umsatz von 502 Millionen US-Dollar einfahren - und damit sogar die Erwartungen der Analysten von 470 bis 485 Millionen US-Dollar übertreffen. Verglichen zum Vorjahresquartal verbesserte sich der Umsatz damit um 61 Prozent. Damals waren es 312 Millionen US-Dollar gewesen.

Zu einem Profit führte der gestiegene Umsatz indes nicht. Twitter macht weiterhin Verluste. In diesem Quartal waren es 137 Millionen US-Dollar - immerhin etwas weniger als im Vorjahreszeitraum (145 Millionen US-Dollar).

Das Werbegeschäft - vor allem auf mobilen Geräten - ist bei Twitter jedoch auf gutem Kurs. Insgesamt 452 Millionen US-Dollar nahm das Unternehmen mit Werbung ein, eine Steigerung von 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dabei ist Mobile Twitters Stärke: 88 Prozent der Werbeeinnahmen kommen mittlerweile aus diesem Bereich.

Als gänzlich unzufrieden zeigte sich Twitter-Chef Jack Dorsey jedoch im Finanzbericht des Unternehmens hinsichtlich der Nutzerzahlen - und übte Selbstkritik: "Wir sind nicht zufrieden mit dem Audience-Wachstum. Um Twitters Potenzial voll umzusetzen, müssen wir uns in drei Schlüsselbereichen verbessern: Wir müssen disiplinierter bei der Umsetzung vorgehen, unseren Dienst vereinfachen, um Twitters Angebot schneller auszuliefern, und Twitters Angebot  effektiver übermitteln." Für das bereits angelaufene Quartal erwartet Twitter einen Umsatz zwischen 545 und 560 Millionen US-Dollar.

Im ersten Quartal 2015 hatte Twitter mit einer bizarren Frühveröffentlichung der Quartalszahlen für Überraschung gesorgt. Vergangenen Monat war Twitters CEO Dick Costolo zurückgetreten. Seine Position hat Twitter-Mitgründer Jack Dorsey interimsweise übernommen.

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