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Twitter Vogel mit Hashtag

Ab 19. September Twitter: Mehr Video und neue Zeichenberechnung

shutterstock.com/Iculig
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Twitter will mehr Videos zu aktuellen Ereignissen bringen. Daneben tritt am 19. September die geänderte Zeichenberechnung in Kraft: Bilder, Gifs und Umfragen zählen dann nicht mehr zu den 140 Zeichen.

Twitter-Chef Jack Dorsey will den Kurznachrichtendienst unter anderem mit einem stärkeren Fokus auf Videos zu aktuellen Ereignissen aus der Krise führen. "Wir sind wirklich gut darin, Nachrichten schneller als alle anderen zu liefern", sagte Dorsey dem Magazin "Fast Company". Zugleich sei Video etwas, was die Menschen heute erwarteten.

"Was wäre, wenn wir das in einem Erlebnis vereinen könnten, damit man nicht nach einem Fernseher suchen müsste, oder wo der Stream läuft - sondern einfach Twitter öffnen könnte, es sich dort ansehen und kommentieren", beschrieb Dorsey das Konzept.

Letztlich sei es das, was Twitter-Nutzer schon seit rund einem Jahrzehnt machten: "Sie schauen auf einen Bildschirm und sie twittern darüber." Der Dienst wolle jetzt beides auf einem Bildschirm vereinen und auch auf mobilen Geräten überall ansehen lassen. Mit Hilfe selbstlernender Maschinen will Twitter zentrale Momente eines Videos erkennen und den Nutzern als Highlights präsentieren.

Facebook mit seinen mehr als 1,6 Milliarden Mitgliedern setzt ebenfalls massiv auf Video und unter anderem auch auf Livestreaming, bei dem Bilder direkt zum Beispiel vom Smartphone übertragen werden. Twitter stieß den Trend mit seiner Livestreaming-App "Periscope" mit an.

Neue Zeichenberechnung

Zudem tritt am 19. September nun endlich die neue Zeichenberechnung in Kraft. Ab diesem Tag zählen Bilder, Gifs und Umfragen dann nicht mehr zu den 140 Zeichen dazu, was längere und flexiblere Tweets ermöglicht.

Der gut zehn Jahre alte Kurznachrichtendienst kämpft mit Problemen. Die Zahl der Nutzer steckt bei rund 300 Millionen fest und wächst nur langsam. Auch Dorsey gelang es in gut einem Jahr bisher nicht, die Verluste zu stoppen.

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