INTERNET WORLD Logo Abo
Twitter launcht Broad Match

Mehr Stichwörter für Anzeigeneinblendung Twitter launcht Broad Match

Twitter reagiert auf den Synonym-Reichtum der englischen Sprache und bringt ein neues Match-System für Stichwörter in sein Werbeangebot. Damit werden die gebuchten Keywords automatisch auf verwandte Wörter ausgeweitet.

Wer auf Englisch bei Werbung macht, kann sich freuen. Das soziale Netzwerk erweitert seine Match-Typen um den so genannten "Broad Match" - denn die Konversationen über den Microblogging-Dienst enthalten nicht nur Synonyme, sondern auch Rechtschreibfehler und typische auf die charakteristische Zeichenbegrenzung reagierende "Twitterismen". Der Match-Typus steht ab sofort über ads.twitter.com und die Werbekunden-Schnittstelle zur Verfügung.

Das Feature erlaubt den Werbekunden, die anvisierten Stichwörter automatisch um verwandte Ausdrücke zu erweitern. Dabei ist bei Wortgruppen beispielsweise unerheblich, in welcher Reihenfolge die einzelnen Wörter vorkommen. Auch von der korrekten Rechtschreibung abweichende Wörter können vom System erkannt werden. Als Beispiel nennt Twitter den Suchbegriff "love coffee", der automatisch auch die Schreibung "coffee love" oder die Falschschreibung "luv coffee" in die Abgleichung von Keyword und Anzeige einbezieht.

Aber auch Begriffe, die inhaltlich verwandt mit einem gebuchten Stichwort sind, werden in die Abgleichung einbezogen. So kann eine Werbung für ein Café auch passende Tweets finden, in denen ein Kaffeeprodukt wie "latte" erwähnt wird. Um bestimmte Begriffe auszuschließen, können die Werbekunden mit Hilfe eines kleinen Pluszeichens die gewünschten Begriffskombinationen festlegen. So wird mit Hilfe der Anweisung "love + latte" zwar das milchige Kaffeegetränk als Anzeigenkontext zugelassen, andere spezifische Kaffeegetränke wie beispielsweise Espresso werden aber ausgeschlossen.

"Wir freuen uns, diese Verbesserung nun auf unserer Plattform anzubieten", verkündet Nipoon Malhotra, Product Manager, Revenue, im . Das wird allerdings auch Zeit, denn auf anderen Plattformen ist die Ausweitung der Suchwörter auf sinn- und schreibverwandte Wörter bereits gang und gäbe. In Zukunft soll Broad Match als Standardeinstellung der Match-Typen eingeführt werden. Das bedeute für den einzelnen Nutzer keineswegs mehr Anzeigen im Feed, versichert Twitter. Aber für das Unternehmen vermutlich mehr Anzeigenauslieferung und dadurch mehr Werbeeinnahmen.

In Sachen Monetarisierung und Werbung tritt Twitter seit seinem Börsengang kräftig aufs Gas. Erst kürzlich gab das Unternehmen eine Kooperation mit der Deutschen Telekom bekannt, über die die Kunden des Telekommunikationsanbieters schnelleren Zugriff auf die Twitter-Angebote haben sollen. Eine Kooperation mit der BBC erlaubt dem britischen Fernsehsender die Einbindung seiner Videoinhalte inklusive Werbeeinblendungen.

Das könnte Sie auch interessieren