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Soziales Netzwerk Twitter-CEO Dick Costolo tritt zurück

Tritt zurück: Costolo

Troy Holden/Twitter.com

Tritt zurück: Costolo

Troy Holden/Twitter.com

Twitter-Chef Dick Costolo tritt zum Ende des Monats zurück. An seine Stelle soll Mitgründer Jack Dorsey rücken - aber nur übergangsweise.

Der Druck von Seiten der Aktionäre und Investoren sei am Ende zu groß geworden: Zum 1. Juli 2015 tritt Dick Costolo als CEO von Twitter zurück. Er freue sich aber darauf, das Unternehmen weiter zu unterstützen, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Die Nachfolge übernimmt Twitter-Mitgründer Jack Dorsey, allerdings nur übergangsweise: "Welcome back, @jack !!" ließ Costolo über seinen Twitter-Account verlauten.  Ein neuer Chef ist offenbar noch nicht gefunden. Costolo hatte die Geschäfte von Twitter 2010 übernommen und besonders das werbefinanzierte Geschäftsmodell vorangetrieben. Im November 2013 startete Twitter an der Börse. Dennoch schaffte es das soziale Netzwerk nicht einen ähnlichen Status wie Facebook zu erreichen, kritisiert wurden unter anderm die vielen "Karteileichen" und dass außer dem harten Kern niemand wisse, warum er den Dienst nutzen solle. Die Umsatzprognose für das Jahr 2015 musste im April nach unten geschraubt werden, von 2,17 auf 2,27 Milliarden US-Dollar.

Vor einem Jahr hatte bereits Chief Operating Officer Ali Rowghani Twitter nach vier Jahren verlassen.

Im ersten Quartal 2015 konnte Twitter einen Umsatz von 436 Millionen US-Dollar vermelden - Anaylsten hatten allerdings rund 457 Millionen US-Dollar erwartet. Die Zahlen wurden zudem vorzeitig veröffentlicht - die Twitter-Aktie wurde daraufhin kurzzeitig vom Handel ausgesetzt, anschließend fiel sie um 21 Prozent.

Twitter-Nutzer, denen es schwer fällt, sich kurz zu fassen, dürfen sich indes auf eine Neuerung freuen: Der Kurznachrichendienst hat angekündigt,zum Juli 2015 die Begrenzung  auf 140 Zeichen bei Direktnachrichten aufzuheben. Stattdessen sollen künftig bis zu 10.000 Zeichen zur Verfügung stehen. Zudem wendet sich Twitter mit einer neuen Targeting-Option wendet an Advertiser, die ihre Apps unter das Volk bringen wollen: Über die Installed App Category können Entwickler neue Zielgruppen erschließen.

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