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Neues Blockier-Feature

Twitter rudert zurück Neue Blockier-Funktion erfolgreich blockiert

Bei dem Versuch, Beleidigungen innerhalb des Netzwerks zu vermeiden, war Twitter nicht erfolgreich. Das neue Blockiersystem kam bei den Nutzern nicht an. Unternehmenstochter MoPub hat unterdessen eine Plattform angekündigt, mit der App-Entwickler automatisch Werbung integrieren können.

Eigentlich hatte Twitter gehofft, mit dem neuen Blockiersystem für mehr Frieden im Netzwerk zu sorgen: Mitglieder, die von einem anderen Nutzer blockiert werden, sollten nach dem neuen System zwar von der direkten Kommunikation mit demjenigen ausgeschlossen werden, konnten aber dessen Beiträge nach wie vor lesen, weitertwittern und favoritisieren. Das stieß bei der Community jedoch auf Ablehnung.

Vier Stunden nach Einführung des Features beugte sich Twitter den Protesten und nahm gestern die Änderungen zurück: "Wir haben uns nach Rückmeldung von vielen Nutzern entschieden, die Neuerung rückgängig zu machen. Wir wollen keine Änderungen einführen, die auf Kosten des Sicherheitsgefühls unserer Nutzer gehen", so Product-VP Michael Sippey im . Dennoch sei dasbisherige, nun wieder hergestellte Blockiersystem nicht ideal, so Twitter, da Nutzer über ihre Blockierung informiert werden - und Rachefeldzüge starten könnten. Nutzer hatten Twitter vorgeworfen, das neue System begünstige Mobber, da diese weiter mitlesen können.

Die Twitter-Tochter MoPub hat unterdessen eine automatische Werbeplattform für mobile Apps angekündigt. Entwickler sollen künftig Anzeigen automatisiert in ihre Anwendungen integrieren können, statt für jeden Kunden eine individuelle Lösung schaffen zu müssen. Der Kurznachrichtendienst hatte den mobilen Adserver-Anbieter im September 2013 für 350 Millionen US-Dollar übernommen.

Gestern hatte Twitter eine neue Standardeinstellung für die Keyword-Angleichung vorgestellt. Hinter den Kulissen experimentiert das Netzwerk derzeit unter anderem mit Echtzeit-Statistiken.

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