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Social-Media-Studie Negativ und egoistisch: Tweets von Mobile Devices

Nach dem Morgenkaffee wird die Stimmung auf Twitter besser

shutterstock.com/Denys Prykhodov

Nach dem Morgenkaffee wird die Stimmung auf Twitter besser

shutterstock.com/Denys Prykhodov

Eine kurze Nacht und ein schlechter Arbeitstag haben negative Folgen auf die Stimmung und Tweets von Nutzern. Außerdem werden Hass oder Trauer auf Twitter häufiger von mobilen Endgeräten verbreitet. 

"Hatten sie ein schlechtes Sandwich? Standen sie im Stau? Sie wollen darüber reden." Meint zumindest Dhiray Murthy gegenüber dem US-amerikanischen Nachrichtenmagazin "Time". Murthy hat im "Journal of Communication" kürzlich einen Artikel zum Twitterverhalten von Nutzern veröffentlicht.

Mobile Tweets 25 Prozent negativer

Dabei ging die Forscherin der Frage nach, ob Nutzer von mobilen Geräten "anders" twittern als vom Desktop aus. Die Antwort darauf: Ja. Tweets von Smartphones oder Tablets sind zu 25 Prozent egoistischer und negativer. "Das war sehr überraschend", so Murthy.

Für die Studie analysierte ein Team der "University of London" 235 Millionen abgesetzte Tweets. Diese wurden 2013 in einem Zeitraum von mehr als sechs Wochen in Nordamerika abgesetzt. Anschließend wurden die Nachrichten-Schnipsel nach einer Methode aus der Sozialpsychologie ausgewertet.

Trauer und Hass am Morgen und in der Nacht

Dabei wurden Wörter wie "mich", "mein" und "ich selbst" als egoistisch eingestuft. "Schmerz" und "Trauer" fallen in die Kategorie "Negatives". Ob die Tweets positiv oder negativ ausfallen hängt auch von der Tageszeit ab. Früh morgens und spät abends packen die Nutzer häufiger ihre schlechten Erlebnisse und Erfahrungen in 140 Zeichen als am Nachmittag.

"Wir verlassen die Arbeit, wir verlassen die Schule und wir werden egoistischer", erklärt Studienleiterin Murthy. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer. Am Wochenende ist die Stimmung auf Twitter deutlich besser als unter der Woche.

Ende September deutete Twitter an, dass man "das" Markenzeichen des Dienstes aufgeben möchte: Das 140-Zeichen-Limit bei Tweets könnte bald Geschichte sein.

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