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Bertelsmann-Digitalvorstand Thomas Hesse im Twitter-Interview "Mitgestalten - egal wie"

Twittert persönlich (noch) nicht: Hesse

Twittert persönlich (noch) nicht: Hesse

Bertelsmann hat die digitale Transformation seines Medienkonzerns als strategischen Kurs für die kommenden Jahre ausgerufen. Digitalvorstand Thomas Hesse stellte sich heute nach der Bilanzpressekonferenz den Fragen auf Twitter und skizzierte seine Pläne in 140 Zeichen.

Wenn ein Unternehmen darum bittet, die Fragen für ein Twitter-Interview vorab per Direktnachricht zu schicken, ist das kein guter Anfang und zeugt zudem von Unkenntnis - da so eine Nachricht nur zwischen zwei Mitgliedern möglich ist, die sich gegenseitig abonniert haben. Thomas Hesse, Vorstand für Unternehmensentwicklung und Neugeschäfte, hat zwar ein Konto bei dem Kurznachrichtendienst, jedoch dort noch nichts veröffentlicht. Nach der Bilanzpresskonferenz beantwortete er per Twitter-Nachricht die Fragen der User.

"Non-linear TV, vertikale Inhalte- und Serviceplattformen, E-Books, Digital Advertising, Venture Fonds" - das sind die Bereiche, in die Hesse künftig verstärkt investieren will. Dass die Hinwendung zum Internet möglicherweise auch auf Kosten der traditionellen Geschäftsfelder geht, schließt er nicht aus. "Egal wie - wir müssen die Entwicklung mitgestalten."

Das Wachstum soll sowohl von innen heraus als auch durch Zukäufe erfolgen. "Zukäufe sind wichtig, um die kritische Masse zu stärken", erklärt der Digitalvorstand. Kooperationen mit US-Unternehmen wie der Huffington Post seien eine Option. Im Start-up-Bereich sieht Hesse sein Unternehmen durch den Bertelsmann Digital Media Investment Fund gut aufgestellt.

Youtube mit seinen Spartenkanälen bezeichnet Hesse als Chance - und nennt dabei unter anderem die Bertelsmann-Tochter FreemantleMedia, die im vergangenen Jahr rund 4,5 Milliarden Views auf der Videoplattform erzielen konnte. Zudem will der Konzern seine Abteilungen besser vernetzen und Kompetenz aufbauen. Dazu gehört auch die Schulung des Managements - unter anderem durch Trainingscamps für Führungskräfte. Da ist dann vielleicht auch Twitter ein Thema.

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