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amiando veröffentlicht Studie zum Thema Twittern bei Events (Foto: istock/Andrew Johnson)

Studie zum Thema Twittern bei Events Nicht auf die Größe kommt es an

Auch bei kleinen Events spielt das Social-Media-Instrument Twitter eine wichtige Rolle, um über die Veranstaltung zu berichten. Eine Studie belegt nun, dass bis zu acht Mal mehr Personen über ein Ereignis twittern, als letztendlich daran teilnehmen.

Zu diesem Ergebnis kommt der Event-Organisator amiando, der rund 31.000 Tweets von 10.000 aktiven Twitternutzern zu zehn verschiedenen Veranstaltungen weltweit erfasst und analysiert hat. Dabei zeigte sich, dass sich 60 Prozent der gesamten Social-Media-Kommunikation im Laufe des Events abspielt, während sich die restlichen 40 Prozent gleichmäßig auf die Spanne vor und nach dem Event verteilen.

 Auffällig ist, dass es einen zweiten kleinen Peak einige Tage nach dem Event gibt. Auch die Themen der Tweets verändern sich in den einzelnen Phasen einer Veranstaltung.

Ferner berichtet die Studie, dass der twitternde Teilnehmer im Schnitt 3,2 Tweets pro Event verfasst, durchschnittlich wird über ein Ereignis mit rund 3.100 Tweets berichtet. Zu beachten ist jedoch, dass die Aktivität der einzelnen User stark divergiert. 35 Prozent der Twitter-Nutzer seien im Rahmen einer Veranstaltung besonders aktiv und veröffentlichen 80 Prozent des Inhalts auf Twitter. 91 Prozent aller verfassten Tweets zu einem Ereignis sind von der Aussage her neutral einzustufen. Eine positive Wertung enthalten der Studie zufolge 8,45 Prozent. Die Quote negativer Tweets beträgt dagegen lediglich 0,35 Prozent.

amiando hebt im Zusammenhang mit der Analyse heraus, dass Twitter jedoch nur ein möglicher Social-Media-Kanal ist, um über einen Event zu berichten. So sei es wichtig, bei der Planung einer umfassenden Social-Media-Strategie auch andere Kanäle mit einzubeziehen. Um den Twitter-Usern möglichst viel Anreize für eine Berichterstattung über die Veranstaltung zu geben, empfiehlt die Studie, reichlich Materialien wie konkrete Daten und ausgewählte Reden zur Verfügung zu stellen, um auf diese Weise mehr Leute zu animieren, über das Event zu sprechen.

Ein weiterer Rat lautet, besonderes Augenmerk auf die Twitter-Aktivitäten während des Events zu legen, da die Nachrichten auch Aufschluss darüber gäben, welches die interessantesten Themen seien oder welcher Vortrag beim Publikum am besten ankomme. Auf Basis dieser Informationen könne unter anderem systematisch Werbung platziert werden.

Erst vor wenigen Tagen hat Twitter in San Francisco ein überarbeitetes Design vorgestellt. Das soziale Netzwerk präsentiert sich nicht nur in einem neuen Look, sondern erlaubt unter anderem auch das direkte Einbinden von Fotos und Medien.

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