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Twitter-Zentrale in San Francisco

#Ring! Grandioser Börsenstart für Twitter

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Was für ein Debüt: Die Twitter-Aktie, deren Ausgabepreis bei 26 US-Dollar gelegen hatte, schoss am ersten Handelstag zwischenzeitlich auf rund 50 US-Dollar. Das Unternehmen kommentierte seinen Start auf dem eigenen Dienst mit einem kurzen "#Ring!".

Twitter hat beim Börsengang alles richtig gemacht: Obwohl der Ausgabepreis vor dem Debüt noch auf 26 US-Dollar erhöht wurde, blieb genug Luft nach oben, um die Aktie am ersten Tag abheben zu lassen. Der Wert pro Anteilsschein stieg auf rund 50 Dollar und ging schlussendlich mit 44,90 US-Dollar aus dem Handel.

Die Gesamtbewertung des Kurznachrichtendienstes lag zum Start bei 25 Milliarden US-Dollar, damit ist das erst sieben Jahre alte Unternehmen wertvoller als deutsche Großkonzerne wie Adidas oder der Energieversorger RWE. Für Twitter sprangen durch den IPO bis zu 2,1 Milliarden US-Dollar heraus - abzüglich der Gebühren für die beteiligten Banken Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan Chase. Das Geld soll vollständig reinvestiert werden.

ist bei Weitem noch nicht profitabel: Das Netzwerk hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 316,9 Millionen US-Dollar verzeichnet, aber gleichzeitig auch einen Verlust von 79,4 Millionen US-Dollar verbucht. Für 2013 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 600 Millionen US-Dollar. Die Plattform verbucht 215 Millionen monatliche Besucher, die täglich 500 Millionen Kurzmitteilungen in den Äther schicken.

Den offiziellen Börsenzulassungsantrag hatte Twitter Anfang Oktober 2013 eingereicht. Vor zwei Wochen hatte das Unternehmen seinen Aktienpreis noch auf zwischen 17 und 20 US-Dollar beziffert. Doch die Nachfrage war riesig - und die Spanne wurde auf 23 bis 25 US-Dollar festgelegt. 

Die Kursentwicklung am ersten Handelstag steht im deutlichen Gegensatz zum Börsengang von Facebook im Mai 2012. Damals konnte die Aktie des sozialen Netzwerks den Preis nur durch Stützkäufe der beteiligten Banken halten und brach am Folgetag ein.

Der Kurznachrichtendienst hat Facebook jetzt auch erstmals in der Gunst der US-amerikanischen Teenager abgelöst. Eine Studie, die mehr als 8.000 Jugendliche befragte, ermittelte, dass die meisten jugendlichen Social-Media-Nutzer nunmehr den Kurznachrichtendienst dem sozialen Netzwerk vorziehen. Im Herbst 2013 bezeichneten 26 Prozent der Befragten Twitter als "wichtigstes" Netzwerk. Facebook und Instagram folgten mit jeweils 23 Prozent auf dem zweiten Platz. Erst weit dahinter kommt mit vier Prozent der Kurzblogdienst Tumblr.

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