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Interview mit Deutschlandchef Götz Trillhaas Snapchat: So kann der Onlinehandel die AR-Lenses nutzen

Shutterstock/Ink Drop
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Was bringt Snapchat Marken und Händlern? Wie teuer sind die Lenses für AR-Anwendungen? Und welche Features für den Social Commerce kommen noch? Ein Gespräch mit Götz Trillhaas, Deutschlandchef von Snapchat.

Auch wenn die aktuellen Quartalszahlen wenig befriedigend für die Anleger sind, ist der Social-Media-Kanal Snapchat vor allem bei der Gen Z gesetzt, den 15- bis 25-Jährigen. Die Jüngeren schwören eher auf TikTok, den Älteren ist die Plattform oft zu kompliziert. Doch damit hat sich Snapchat in der Social-Media-Landschaft ganz gut positioniert. Auch für Markenartikler und Händler hat der Dienst einige interessante Anwendungen entwickelt, vor allem im Bereich Augmented Reality (AR). Im Interview sagt Götz Trillhaas, Managing Director DACH bei Snap: Mit AR kann man auch seine Retouren-Rate verringern.

 

Herr Trillhaas, vor fünf Jahren haben alle über Snapchat geredet, inzwischen ist es deutlich ruhiger geworden. Ist Snapchat nur noch ein Nischenangebot?

Götz Trillhaas:
Fakt ist: Wir wachsen sowohl global wie auch in Deutschland enorm. Wir erreichen in Deutschland über 13 Millionen Menschen mit Snapchat, uns nutzen 90 Prozent der Generation Z. Das wurde vom Markt lange nicht gesehen, da gab es ein Missverhältnis zwischen Wirklichkeit und Wahrnehmung. Manche haben sogar gefragt: Gibt es Snap noch? Die Antwort ist ganz klar: Uns gibt es noch, gerade bei der Generation der 13- bis 24-Jährigen sind wir sehr präsent. Sie nutzt Snapchat, es ist ihre Art, so miteinander zu kommunizieren. Sie fühlen sich bei uns frei und sehr sicher.

Was bedeutet: frei und sicher?

Trillhaas:
Wir sind die Plattform für Kommunikation zwischen Freunden, auf der die Nutzer sicher unterwegs sein können. Safety und Privacy sind für uns sehr wichtige Themen. Alles, was die User untereinander teilen, ist geschützt und vergänglich. Und alles, was auf unserer Plattform an Content angeboten wird, ist kuratiert. Unsere Nutzer können also sicher sein, dass sie Inhalte von seriösen Medien erhalten und keine Fake-News bei uns finden.

Was unternehmen Sie, damit auch die Kommunikation unter den Usern in geordneten Bahnen verläuft? Andere Plattformen wie Facebook oder TikTok haben regelmäßig Ärger mit Hasskommentaren.

Trillhaas:
Wir wollen und wir dürfen natürlich nicht in die privaten Chats der Nutzer eindringen - das ist eine geschützte Sphäre. Aber alles, was für Nutzer sichtbar ist, ist kuratiert und sicher. Ein großer Unterschied zu anderen Plattformen ist aber: Bei uns kann man außerhalb der privaten Chats keine Inhalte posten und kommentieren.

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