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Stärkere Monetarisierung Snapchat pusht Discover und setzt auf 3D-Filter

Snapchat strukturiert wieder einmal den Disvover-Bereich um

Shutterstock.com/dennizn

Snapchat strukturiert wieder einmal den Disvover-Bereich um

Shutterstock.com/dennizn

Um den Discover-Bereich weiter hervorzuheben, rückt Snapchat die Plattform noch stärker in den Vordergrund. Dem Nutzer werden die Publisher-Inhalte fast aufgezwungen. Snapchat muss endlich Geld verdienen.

Snapchat designt den Discover-Bereich um - und das nicht zum ersten Mal. Vor knapp einem Jahr war Discover bereits deutlich näher an den Home-Screen gerückt. Jetzt gibt es die nächste grafische Umgestaltung. Das dürfte insbesondere die Publisher freuen, die dort täglich frische Inhalte veröffentlichen und für die prominente Platzierung einiges zahlen müssen. 

Mit dem neuen Update können die Discover-Partner um Buzzfeed, Wall Street Journal und Co. Bilder und eine Headline zur eigenen Story hinzufügen. Auch dem Kritikpunkt der fehlenden Metriken und Interaktionsmöglichkeiten setzt Snapchat etwas entgegen.

Snapchat Discover

Ein Wisch nach nach links genügt und du erreichst den Discover-Bereich.

Snapchat

Investoren-Druck und Finanzierungsmodelle

Wer als Nutzer immer über Story-Updates eines Publishers informiert werden möchte, kann dessen Kanal jetzt abonnieren. Dafür muss der User beim Betrachten einer Geschichte oder in der Übersicht länger auf den Bildschirm drücken. Ein Pop-Up mit einer "Subscribe"-Möglichkeit erscheint. Durch diesen Schritt wird der exklusive Content, über den sich Snapchat finanziert, noch stärker in den Fokus des Nutzers gerückt.

Auch weltweit erfolgreiche Livestories erhalten seitens Snapchat mehr Aufmerksamkeit und sind in neuer Aufmachung einen Wisch nach links vom Startbildschirm aus zu finden. Dort platziert der Dienst mit dem kleinen Geist im Logo die Werbeanzeigen.

Es scheint, als ob der Druck der Investoren gegenüber Snapchat, Geld zu verdienen und lukrativer zu werden in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen ist. Momentan beläuft sich die Bewertung des Dienstes auf 16 Milliarden US-Dollar - ein klares Finanzierungskonzept fehlt bislang.

Sprung auf den VR-Zug

Weitgehend unbemerkt ging die Akquise von Seene über den Tisch. Die Anwendung erlaubt es dem Nutzer, Bilder via Smartphone in 3D-Objekte umzuwandeln. Vor allem für die zahlreichen Selfie-Filter des kleinen Geistes ergeben sich durch die 3D-Komponente vollkommen neue Möglichkeiten.

Außerdem möchte Snapchat-Gründer Evan Spiegel offenbar nicht den Virtual-Reality-Trend verschlafen, den Facebook und Google momentan einerseits in die Sozialen Netzwerke und andererseits in die Haushalte tragen. Auch Werbungtreibende dürften sich über den Zukauf freuen. Schließlich ergeben sich dadurch die dreidimensionale Darstellung vollkommen neue Optionen in der Produktdarstellung und Werbung.

Snapchat muss aus seinen Nutzern Kapital schlagen - das wird immer deutlicher.

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