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Snapchat App auf dem Smartphone

Quartalsbericht Corona-Krise: Snapchat will als Werbeplattform punkten

shutterstock.com/Chonlachai
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Snapchat wird derzeit deutlich mehr genutzt und profitiert somit von der Corona-Krise. Zudem erhoffen sich die Macher in der aktuellen Lage, als Werbeplattform zu punkten.

Die Foto-App Snapchat wird in Corona-Zeiten deutlich mehr genutzt - und ihre Macher hoffen sogar, in der Krise als Werbeplattform zu punkten. So könnten die heutigen Spaß-Filter, bei denen man sich zum Beispiel Katzen-Schnurrhaare verpassen kann, auch von Kosmetikfirmen genutzt werden, um Nutzer virtuell Schönheitsprodukte ausprobieren zu lassen, sagte Gründer und Chef Evan Spiegel.

Snapchat ist vor allem bei jüngeren Leuten populär und sieht darin eine Stärke. Es seien "Konsumenten der Zukunft, die den Werbepartnern über ihre Lebenszeit noch einen erheblichen Wert bieten und erst dabei sind, Loyalität zu bestimmten Marken aufzubauen", sagte Topmanager Jeremi Gorman in einer Telefonkonferenz mit Analysten nach Vorlage aktueller Quartalszahlen am Dienstag.

Snapchat kam zuletzt auf 229 Millionen täglich aktive Nutzer, das waren 11 Millionen mehr als Ende 2019. Zudem verbrachten sie Ende März ein Fünftel mehr Zeit in der App als noch Ende Januar, wie Spiegel betonte. Die Kommunikationsfunktionen seien sogar rund 30 Prozent mehr genutzt worden. Für das laufende Quartal rechnet Snapchat mit 239 Millionen Nutzern täglich.

Auf Werbeausgaben angewiesen

Die Corona-Krise lässt Unternehmen ihr Geld zusammenhalten - und darin liegt ein großes Risiko für Online-Plattformen wie Facebook oder Snapchat, die auf Werbeausgaben angewiesen sind. Die Snapchat-Betreiberfirma Snap meldete für das erste Quartal noch einen kräftigen Umsatzanstieg von 44 Prozent auf 462 Millionen US-Dollar (425 Mio. Euro). Im laufenden Quartal sieht es weniger rosig aus: Im April schmolz das Plus erst auf 15 Prozent und dann auf 11 Prozent zusammen. Doch Snap zeigt sich zuversichtlich: "Die Werbekunden versuchen, aus jedem ausgegebenen US-Dollar mehr zu machen - und wir haben effiziente Preise", sagte Gorman.

Allerdings steckte Snap zuletzt weiterhin tief in den roten Zahlen: Im ersten Quartal gab es einen Verlust von rund 306 Millionen US-Dollar - nach einem Minus von gut 310 Millionen im Vorjahresquartal. Die Anleger konzentrierten sich dennoch lieber auf die Chancen der Krise: Die Snap-Aktie stieg im vorbörslichen Handel am Mittwoch um rund ein Fünftel.

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