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Influencerin bei Aufnahme eines Videos für Make-up

Instagram und YouTube Jeder zweite junge Online-Shopper lässt sich von Influencern inspirieren

Shutterstock/Wayakorn
Shutterstock/Wayakorn

Influencer haben weiterhin einen enormen Einfluss auf Kaufentscheidungen der jungen Zielgruppe - das zeigt der aktuelle Social-Media-Atlas der Kommunikationsberatung Faktenkontor. Vor allem 20-bis 29-jährige Kunden lassen sich von Online-Idolen zum Shoppen verleiten.

Laut des Social-Media-Atlas 2021 der Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna wächst der Einfluss von Influencern auf Kaufentscheidungen immer mehr. 21 Prozent der deutschen Internet-Nutzer ab 16 Jahren haben innerhalb eines Jahres mindestens einmal ein Produkt gekauft, weil es von einem YouTuber beworben wurde - und 18 Prozent vertrauten auf den Rat von Instagrammern. Und auch Blogs verleiten zum Geldausgeben: Hier fanden 16 Prozent der Online-Shopper mindestens eine überzeugende Kaufanregung.

Den stärksten Einfluss haben Influencer auf 20- bis 29-Jährige

Den größten Einfluss haben Influencer auf die Kaufentscheidungen von jungen Leuten zwischen 20 und 29 Jahren: 52 Prozent dieser Zielgruppe gaben an, bei Anschaffungen bereits Empfehlungen von YouTubern gefolgt zu sein. Instagrammer liegen in dieser Altersgruppe mit 50 Prozent knapp dahinter. Ab 30 Jahren sinkt jedoch das Vertrauen in die Social-Media-Stars rapide.

Faktenkontor

Während YouTuber mehr Konsumenten beeinflussen, regen Influencer auf Instagram ihre Follower zu mehr Käufen an: Fünf Prozent der befragten Internet-Nutzer hat demnach mehr als fünfmal in zwölf Monaten ein Produkt gekauft oder eine Dienstleistung in Anspruch genommen, weil ein Instagrammer dafür geworben hat. Lediglich drei Prozent folgten nach eigenen Angaben genauso häufig einer Empfehlung von YouTubern, die in dieser Hinsicht mit Bloggern gleichauf liegen.

"Influencer nicht unterschätzen"

"Wer mit seinen Produkten jüngere Zielgruppen anspricht, sollte die Rolle der Influencer bei deren Meinungsbildung nicht unterschätzen. Das sehen wir leider noch viel zu oft - auch bei Unternehmen, die es eigentlich besser wissen sollten", sagt Roland Heintze, geschäftsführender Gesellschafter und Social-Media-Experte des Faktenkontors. "Wichtigste Grundregeln für Marketing und Unternehmenskommunikation sind hier: Erstens, nimm YouTuber, Blogger & Co genauso ernst wie Vertreter klassischer Medien. Zweitens: nicht hyperventilieren, wenn sich ein Influencer kritisch äußert. Nicht arrogant, sondern konstruktiv damit umgehen. So erarbeitet man sich als Unternehmen eine gute Reputation in seiner Zielgruppe."

Für den aktuellen Social-Media-Atlas wurden 3.500 Internetnutzer ab 16 Jahren in Form eines Online-Panels zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt. Die Umfrage wurde im Dezember 2020 und Januar 2021 durchgeführt.

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