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Studie

Influencer Marketing boomt seit Beginn der Corona-Krise

shutterstock.com/BublikHaus
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Laut einer HypeAuditor-Umfrage gibt es eine steigende Nachfrage nach Influencer-Kooperationen während der Corona-Pandemie. Gleichzeitig erhöht sich der Druck auf bekannte Influencer. Bei kleinem Budget sind auch Micro-Influencer beliebt.

Einer Studie im Auftrag von HypeAuditor, einer Influencer Marketing-Platform, zufolge haben 50 Prozent der Unternehmen 2020 ein größeres Budget für Influencer Marketing bereitgestellt. Seitens der Influencer ist das Bild etwas klarer: Von diesen konnten 59 Prozent einen deutlichen Anstieg in der Kooperationsnachfrage feststellen, wobei, so die Studie, vor allem die Micro Influencer profitiert haben.

So hat die Hälfte der befragten Marken der Studie nach Influencern mit 5.000 bis 20.000 Followern zugetraut, die optimale Reichweite zu erzielen. Weitere 37 Prozent der Marken halten Influencer mit 100.000 bis 500.000 Followern für die Kooperationspartner mit den besten Ergebnissen.

"In diesem Jahr konnten wir miterleben, wie Unternehmen auf der ganzen Welt ihre Werbebudgets gekürzt und sich ganz auf das Kerngeschäft fokussiert haben", lautete das Jahresfazit von HypeAuditor-CEO Alexander Frolov. "Das Influencer Marketing hat sich diesem Trend jedoch widersetzt. Für Marken ist es auch in Zeiten des sozialen Abstands ein guter Weg, persönliche Beziehungen zu den Konsumenten aufzubauen."

Pandemie sorgt für Social-Media-Boom

Die Ergebnisse der Umfrage belegen auch einen Anstieg der Influencer-Zahl seit Ausbruch der Pandemie. Derzeit arbeiten fast drei Viertel der befragten Marken mit Influencern zusammen. Bei 69 Prozent hat sich die Zahl der Influencer, mit denen sie kooperieren, erhöht. 62 Prozent der Marken, die Kampagnen mit Influencern realisiert haben, berichten, dadurch einen deutlichen Umsatzanstieg zu verzeichnen.

Influencer fühlen höheren Erwartungsdruck

Die Arbeit der Influencer wurde durch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen ebenfalls beeinflusst, so die HypeAuditor-Studie. Laut Aussagen der befragten Influencer geht mit der Zunahme an Anfragen auch eine gesteigerte Erwartungshaltung einher: Zwei Drittel verspüren bei der Erstellung ihrer Inhalte mehr Druck als zuvor. Vier von zehn sagen, dass der Druck daher rühre, dass neue Influencer seit Beginn der Pandemie in den Markt geströmt sind.

Bei vielen anderen ist der Druck aber hausgemacht, denn er rührt daher, dass die Influencer (34 Prozent) sich  bessere Kooperationen erhoffen und sich daher von sich aus mehr anstrengen. Mehr als ein Fünftel (21 Prozent) gab sogar an, die geposteten Inhalte seit Beginn der Pandemie so stark abgeändert zu haben, dass ihr ursprünglicher Schwerpunkt bei den Postings innerhalb der letzten Monate verloren gegangen sei.

Ein Kanal, der dieses Jahr besondere Aufmerksamkeit erhielt, ist TikTok. Hier hatdie Influencerin Charli D’Amelio, eine 16-jährige US-Amerikanerin, als erste "TikTokerin" überhaupt eine Followerschaft von 100 Millionen Usern erreicht. Sie hat zum Beispiel Werbepartnerschaften mit Dunkin‘ Donuts oder EOS Cosmetics.

Zum Studiendesign

HypeAuditor ist eine Plattform für KI-gestützte Analytik für Influencer Marketing, das Marken dabei unterstützt, Influencer-Kampagnen zu realisieren. Bei der Studie wurden insgesamt knapp 1.000 Influencer sowie 137 Marken befragt. Ziel der Studie war es, herauszufinden, welchen Einfluss die Corona-Pandemie konkret auf diese noch relativ junge Marketing-Disziplin ausübt.

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