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YouTuber und Blogger

4 Meinungen zum Thema Influencer Marketing

Shutterstock.com/racorn
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Wie stehen professionelle YouTuber und Blogger zum Thema Influencer Marketing? Eine Frage, der die Agentur webguerillas nachgegangen ist. Die Erkenntnis: Werbung darf sein.

Vier Influencer, vier Meinungen: Was denken professionelle YouTuber und Blogger über das Thema Influencer Marketing? Eine Frage, der die Agentur webguerillas in einem Videoformat nachgegangen ist.

Die Influencer sind: YouTuberin Aylin Ucak (AylinCelene) (Fashion, Beauty, Lifestyle), Bloggerin Linda Mutschlechner (www.lindarella.de) (Fitness, Fashion, Food & Lifestyle), Blogger Maik Zehrfeld ( www.langweiledich.net (Unterhaltung, Inspiration, Lifestyle) und www.serieslyawesome.tv) (Serien & TV) sowie Bloggerin Christine Neder (www.lilies-diary.com) (Reisen, Lifestyle & Das Leben).

Die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst:

Wie sieht eine gute, langfristige Zusammenarbeit aus Sicht der Influencer aus?
Für Maik Zehrfeld liegt die "Betonung auf zusammen", es muss eine "Arbeitsbeziehung" zwischen dem Unternehmen und dem Influencer entstehen, die sich auch in einem Dialog zwischen den Kampagnen manifestiert. Aylin Ucak schätzt bei langfristigen Kooperationen besonders den "persönlichen Kontakt mit dem Unternehmen" - gegenseitiger Respekt gegenüber den Interessen des anderen ist für sie besonders wichtig.

Werbung muss sein?!
Christine Neder sieht Werbung als Bedingung für Investitionen in redaktionelle Qualität. Um ihren Blog täglich mit Inhalten zu füllen, hat sie "ein Team aus Co-Bloggern, einer Fotografin und einem Programmierer aufgebaut, die man bezahlen möchte". All das muss also finanziert werden - auch durch Werbung. Deshalb sträubt sie sich dagegen, Werbung als negativ konnotiertes Mittel zum Zweck zu sehen. Für sie ist Werbung ein legitimes Werkzeug zum Erfolg und "darf" deshalb auch sein.

Wie werden Anfragen ausgewählt, was ist besonders wichtig?
Für Maik Zehrfeld und Linda Mutschlechner steht eines immer an erster Stelle: "Das Produkt oder die Marke müssen zum Blog passen und die Leser müssen einen echten Mehrwert durch die Kooperation haben." Beide Seiten, nicht nur das Unternehmen, müssen von einer Anfrage und späteren Kooperation profitieren können.

Welche Art von Beiträgen findet den meisten Anklang?
Bei Linda Mutschlechner "finden persönliche und authentische Beiträge den meisten Anklang", also solche, die zeigen, "was sie wirklich macht, was sie tut, was sie interessiert." Maik Zehrfeld: "Ich glaube am besten funktionieren tatsächlich die Sachen, die sehr persönlich sind; also die sehr lebensverbunden, personenverbunden sind, wo man eigene Inhalte schafft, etwa ein Video produziert."

Zerstören kommerzielle Kooperationen die Glaubwürdigkeit?
Ihre Glaubwürdigkeit besitzt für Influencer absolute Priorität. Sie wissen um die Diskussion, halten TV-Werbung aber für deutlich unglaubwürdiger als gesponserte Beiträge durch Influencer. "Denn nur weil es kommerziell unterstützt wird, heißt das nicht, dass unsere Meinung oder die Dinge, die wir sagen, verfälscht werden", so Aylin Ucak. Maik Zehrfeld würde niemals ein Thema auf seinen Blog nehmen, nur um Geld zu verdienen. Transparenz und die Kennzeichnung gesponserter Beiträge sind für ihn daher das A und O.

Sind Influencer alle gleich?
Massenmails einer Marke an Blogger funktionieren nicht. Für Linda Mutschlechner "steckt hinter jedem Influencer eine eigene Person mit eigenem Stil". Sie sagt: "Jeder hat seine qualitativen Ansprüche, eine eigene Zielgruppe, in Bezug auf Alter, Interessen und Kaufkraft." Wenn es um die Auswahl des passenden Influencers geht, müssen Firmen und Marken dies bei ihrer Recherche berücksichtigen, meint sie. Nach Maik Zehrfeld gibt es "natürlich Blogs, die ähnlich aussehen, die über ähnliche Sachen schreiben, die vielleicht einen ähnlichen Schreibstil oder Geschmack haben", aber letztlich ist jeder Influencer "einzigartig" und somit natürlich auch der dazugehörige Blog: "Dementsprechend kann das gleiche Thema bei zehn Bloggern komplett unterschiedlich aussehen."

Fazit
Influencer wissen um ihre Bedeutung: Sie sind durchaus eine Ergänzung, in vielen Fällen sogar Alternative zur klassischen Medienarbeit. Die Herausforderung liegt im langfristigen Dialog mit ihnen. Zum einen müssen werbliche Inhalte individuell auf den jeweiligen Blog abgestimmt sein, zum anderen wollen Influencer neben diesen punktuellen Kooperationen langfristig in die Medienarbeit der für sie relevanten Marken eingebunden sein.

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