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Spreadshirt auf Wachstums-Kurs

Spreadshirt auf Wachstums-Kurs Verkaufen mit Amazon und Facebook

Der Spezialist für Textil-Druck und Social Commerce öffnet seine Plattform: 500.000 Shop-Partner von Spreadshirt sollen bald über Facebook, Amazon und andere Online-Vertriebswege ihre Mode-Ideen zum Verbraucher bringen können.

Weitere Funktionen zum Bedrucken und Individualisieren von Kleidungsstücken, neue digitale Druckverfahren und zudem weitere Vertriebskanäle: Spreadshirt will sich in den nächsten Monaten von der Plattform für Mode-Ideen zur Multichannel-Plattform weiterentwickeln. Das kündigte Spreadshirt-Chef Philip Rooke in einem Interview mit INTERNET WORLD Business an: "Verbraucher und Partner können bald Ideen über unsere Website, in eigenen Shops, via Facebook oder Amazon und anderen Marktplätzen oder mobil verkaufen oder sich auch als Dienstleister anbieten und dank der API-Schnittstellen auch Services, Systeme und Funktionalitäten integrieren. Wir nennen das Clothing-Commerce."

Bei Spreadshirt entwerfen Kunden Motive und Slogans für T-Shirts und andere Textilien und können sich zudem einen eigenen Online-Shop einrichten, um ihre Mode-Ideen zu verkaufen. Zur Zeit testet das Leipziger Unternehmen, das 2001 gegründet wurde und als Vorreiter des Social Commerce gilt, wie sich die rund 500.000 Partnershops in die Vertriebskanäle von Amazon und Facebook integrieren lassen. Unter den mehr als 350.000 Motiven, die sich zwischenzeitlich bei Spreadshirt sammeln, finden sich vor allem coole Sprüche oder einfache Illustrationen und Figuren. Künftig sollen Designer oder Verbraucher auch aufwändige Fotos und Grafiken gut erkennbar auf Textilien aufbringen können. In Kürze erweitert Spreadshirt dazu die Auswahl der digitalen Druckverfahren: "In Europa wird jedes dritte  Kleidungsstück mit einem Digitaldruck versehen, in den USA jedes zweite“, sagt Rooke. "Digitaldruck bietet uns große Wachstumschancen.“

Für mehr Einnahmen soll auch die Erweiterung des Mode-Sortiments sorgen. Neben T-Shirts, Sweatern und Wäsche verkauft Spreadshirt nun auch Sport- und Funktionskleidung, mittelfristig will der Druckspezialist zudem auch Arbeitskleidung anbieten. "Immer mehr Restaurants oder Cafés stellen ihren Mitarbeitern Uniformen mit einem Firmenlogo", erklärt Rooke. Unternehmen suchten überdies für einige ihrer Veranstaltungen verstärkt nach Sportkleidung, die sie bedrucken können.

Nebenbei arbeitet Spreadshirt weiter an seiner Expansion. Bisher konzentrierte das Unternehmen seine internationalen Aktivitäten auf die großen Vier des Onlinehandels, die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Doch in den letzten sechs Monaten hat das Unternehmen sein Vertriebs- und Marketing-Team verdoppelt, um nun auch in kleineren Ländern wie Norwegen und den Niederlanden oder in Spanien durchzustarten. "In Norwegen oder in den Niederlanden verkaufen wir bereits pro Kopf gesehen mehr Kleidung als in Deutschland“, so Rooke, "und auch ohne Marketing haben wir in diesem Jahr 5000 T-Shirts nach Australien geliefert.“ Seit 2010 arbeitet Spreadshirt, in das Beteiligungsgesellschaften wie Accel und Kennet Partners investierten, profitabel. Nach Branchenschätzungen erlösten die Leipziger im vergangenen Jahr rund 30 Millionen Euro Umsatz.

Das vollständige Interview mit Spreadshirt-Chef Philip Rooke können Sie ab Donnerstag in der neuen Ausgabe von INTERNET WORLD Business lesen.

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