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Verkappte Gowalla-Akquisition

Verkappte Gowalla-Akquisition Talente ja, Technologie nein

Die Branchen-Spekulationen von gestern hinsichtlich einer Gowalla-Übernahme sind hinfällig: Facebook will nicht die Technologie des Lokalisierungsdienstes, sondern ist nur auf die Leute, die den Check-in-Dienst entwickelt haben, scharf. Gowalla soll schon in einem Monat eingestellt werden.

Nicht die Technologie, sondern die Entwickler von Gowalla standen im Interesse von Facebook. Das berichtet zumindest Techcrunch: Die Gründer von Gowalla sowie mehrere Teammitglieder arbeiten zukünftig vom Firmensitz in Palo Alto für Facebook. Das Gowalla-Angebot soll dagegen Ende Januar 2012 heruntergefahren werden.

Nach eigener Aussage von Gowalla-CEO Josh Williams liefen die Verhandlungen über einen Übergang ins Facebook-Team schon seit Ende September 2011. Seit der Entwickler-Konferenz f8 von Facebook sei man beeindruckt gewesen von den letzten Entwicklungen bei dem sozialen Netzwerk und kurz darauf dann auf einen Wechsel zu Facebook angesprochen worden.

Facebook bestätigte unterdessen gegenüber Techcrunch die Teamerweiterung: "Wir freuen uns, dass die Gowalla-Mitgründer Josh Williams und Scott Raymond gemeinsam mit weiteren Gowalla-Team-Mitgliedern im Januar zu Facebook kommen, um unser Design- und Entwicklungsteam zu erweitern. Während Facebook weder den Gowalla-Service noch die -Technologie übernimmt, sind wir davon überzeugt, dass die Inspiration hinter Gowalla im Laufe der Zeit auch den Weg zu Facebook finden wird."

Die Gowalla-Developer könnten sich bei Facebook auf die Weiterentwicklung des hauseigenen Lokalisierungsdiensts Places konzentrieren. Außerdem ist die Mitarbeit der neuen Facebook-Leute an der Timeline, der neuen Profilseite Facebooks, wahrscheinlich.

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