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Verkaufen über Social Media

Verkaufen über Social Media Social-Commerce-Modelle, die funktionieren

Was ist Social Commerce eigentlich? Welche Modelle gibt es und wie erfolgreich sind sie? Mit diesen Fragen beschäftigt sich E-Commerce-Berater Stefan Wolk in einem Vortrag auf der Internet World 2012.

Im Fashion-Bereich seien die Produkte in der Regel schlecht beschrieben. Es reiche nur selten für mehr als "T-Shirt, 100% Baumwolle". Bei technischen Produkten sei dies deutlich anders. Deshalb sei es für Modeversender sinnvoll, auf user-generated content zu setzen.

Die soziale Komponente im Handel sei nicht neu, sondern gäbe es schon seit dem Mittelalter, sagt Wolk. Aber dieser Meinungsaustausch mit anderen Menschen war meist lokal beschränkt. Heutzutage funktioniere das weltweit.Social Commerce sei aber mehr als nur Produktbewertungen. Es könne auch verwendet werden, um neue Produkte vorzustellen und damit Bedürfnisse zu wecken.

Auf der höchsten Stufe von Social Commerce werde der User direkt in die Produktgestaltung einbezogen. Das beste Beispiel für den Erfolg sei Spreadshirt.Selbst gemeinsames Shoppen ist schon möglich. Shopwithyourfriends schlägt diesen Weg ein und nutzt dafür die Videochat-Funktion von Skype.

Wer im Social-Bereich etwas machen möchte, sollte sich natürlich auf Marketing-Aktionen auf Facebook konzentrieren. Google, Amazon, eBay und Facebook seien die relevantesten, weil reichweitenstärksten Kanäle, folglich ist es nötig, dort auch aktiv zu werden.

Facebook-Commerce funktioniere jedoch nicht so, wie es vielfach bisher gemacht wurde. Pampers kooperiert mit Amazon und setzte einen Facebook-Shop auf. Allerdings macht der bei weitem nicht so viel Umsatz wie der normale Webshop. Direkte Verkäufe über Facebook seien jedoch recht schwierig.

Die bessere Strategie für Facebook sei es, Inhalte dort zu veröffentlichen, die zu den eigenen Produkten passen. Derzeit geht noch niemand auf Facebook, um dort zu shoppen. Aber in ein paar Jahren werde Facebook sich entweder stärker für Shops öffnen, oder sogar eine eigene Shopping-Plattform zu integrieren.

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