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Instagram und Facebook

So lassen sich dynamische Ads in den sozialen Medien erfolgreich nutzen

shutterstock.com/stickerama
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Vom Produktkatalog über Preisänderungen bis zu Anzeigenstopps erklärt Florian Kiel, Head of Performance Marketing bei cormes, wie Marketing-Spezialisten dynamische Ads und deren Automatisierungsmöglichkeiten in den sozialen Medien am besten für ihre Zwecke nutzen.

Manuelle Steuerung ade - Werbetreibenden bieten Instagram und Facebook hervorragende Bedingungen, um Kampagnen zu automatisieren und ihre eigenen Arbeitsprozesse zu optimieren.

Vom Produktkatalog über Preisänderungen bis zu Anzeigenstopps erklärt Florian Kiel, Head of Performance Marketing bei cormes, wie Marketing-Spezialisten dynamische Ads und deren Automatisierungsmöglichkeiten in den sozialen Medien am besten für ihre Zwecke nutzen.

Preisänderung, Retargeting, Anzeigenstopp

Im Zentrum von Ads auf Facebook und Instagram steht ganz eindeutig die optimale Integration von Online Shops. Produktanzeigen sind daher die häufigste Form der dynamischen Werbung auf diesen Plattformen. Ihr Ziel: die Nutzer zum Kauf, also zur Conversion zu führen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf können Marketing-Spezialisten ihren Online Shop breiter aufstellen und zugleich ihre Werbeanzeigen mit geringerem Aufwand ausspielen.

Ändert sich beispielsweise der Preis eines Produkts, so passen die smarten Ads diese Information automatisch an. Die Werbeanzeigen sind auch mit dem Warenwirtschaftssystem verknüpft: Ist ein Produkt temporär ausverkauft, werden automatisch die Anzeigen dafür eingestellt. Ihre Stärken spielt dynamische Werbung insbesondere beim Retargeting aus: Nutzern, die in der Vergangenheit bereits mit einem Produkt interagiert, aber nicht gekauft haben, kann eine erneute Anzeige eingeblendet werden ­- eventuell sogar kombiniert mit einem Rabatt. So steigern Marketing-Experten die Wahrscheinlichkeit, dass die Angesprochenen dieses Mal zuschlagen.

Trackingpixel, Warenkatalog und Product Sets

Um dynamische Werbeanzeigen zu schalten, nutzen die meisten Unternehmen den Facebook Business Manager. Über diese Plattform bedienen Marketing-Spezialisten sowohl Instagram als auch Facebook. Voraussetzung dafür ist ein integriertes Trackingpixel und das Verwenden von "Standard-Evens" auf der Homepage.

Letztere Einstellung ermöglicht es, alle Vorgänge (hier "Events" genannt) in einem Online Shop zu registrieren. Im Umkehrschluss können Facebook und Instagram auf diese Weise erfassen, welche Produkt-IDs aufgerufen und angesehen, welche in den Warenkorb hinzugefügt und welche schlussendlich auch gekauft werden.

Bevor die dynamischen Anzeigen ausgespielt werden können, müssen Marketer noch den Produktkatalog hochladen. Neben der händischen Methode gibt es noch die Möglichkeit, die sozialen Medien auf einen Zielort auf einem Server zu verweisen, wo die Datei mit den Produkten abliegt.

Der Vorteil hierbei: Wenn sich beispielsweise Preise in dieser Datei ändern, updaten Facebook und Instagram diese Information automatisch beim nächsten Zugriff auf den Server. Der Katalog enthält alle wichtigen Informationen zu den Waren: Bild, Titel, Standardpreis, Beschreibung und der spezifische Link zum Online Shop. Ist das Sortiment sehr umfangreich, so lohnt es sich, die einzelnen Waren zu "Product Sets" zu gruppieren. Marketing-Experten stellen so sicher, dass Nutzern nur Werbung zu Produkten angezeigt wird, die zu einer thematischen Gruppe gehören.

Wie die Anzeigen schlussendlich aussehen, unterscheidet sich bei Facebook und Instagram jedoch. Während die dynamischen Ads bei Facebook bislang vorrangig in Form von Text-Ads ausgespielt werden, liefert Instagram die smarten Anzeigen in Form von Produkt-Vertaggungen auf Bildern aus, die zunächst manuell gesetzt werden müssen. Eine automatische Bilderkennung für Produkte ist bislang noch Zukunftsmusik.

Fazit

Dynamische Werbeanzeigen vereinfachen das Leben von Marketing-Experten signifikant: geänderte Preise, ausverkaufte Waren oder Rabattaktionen müssen sie nun nicht mehr händisch einpflegen, stattdessen aktualisieren Facebook und Instagram diese Informationen selbstständig.

Neben den beiden Social Media-Riesen bewegt sich auch Snapchat immer mehr in Richtung dynamische Ads. Besonders vielversprechend scheinen dort die Anzeigen-Templates - Vermarkter sollten das Medium mit dem gelben Geist also definitiv auf ihrem Radar behalten.

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