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Umfangreiches Update bei Facebook

Facebook launcht umfangreiches Update Ich sehe, was du siehst

Seinen Mitgliedern mehr Möglichkeiten zum Schutz ihrer Privatsphäre zu geben, hatte sich Facebook auch schon in der Vergangenheit vorgenommen. Mit den umfangreichen Änderungen, die Ende der Woche veröffentlicht werden, sollen die Nutzer einfacher festlegen können, wer welche ihrer Inhalte sehen kann. Das betrifft das Teilen von Beiträgen, die Markierungen auf Fotos und den Lokalisierungsdienst Places. Eine weitere Neuerung: "Alle" heißt jetzt "öffentlich".

Facebook reagiert einmal mehr auf Nutzerfeedback und ändert Grundlegendes im Netzwerk. So will das Netzwerk die Datenkontrolle leichter machen, indem beispielsweise die Privatsphäreeinstellungen nicht mehr über zahlreiche Klicks in einem speziellen Seitenbereich vorgenommen werden müssen, sondern direkt an den Inhalten des Nutzers anhand eines Symbols sichtbar wird, welche Inhalte für welche Personengruppen sichtbar sind.

Wer Beiträge veröffentlicht, bekommt direkt daneben dargestellt, wer diese angezeigt bekommt. Dabei wurde die Bezeichnung "alle" in "öffentlich" geändert, um deutlich zu machen, dass mit dieser Einstellung nicht nur alle Kontakte die Info sehen können, sondern eben alle Internetnutzer. Zudem gibt es nun die Möglichkeit, die Zielgruppe für einen Beitrag noch nach der Veröffentlichung zu ändern. Auch im eigenen Profil wird künftig neben allen Angaben wie Heimatstadt und Fotoalbum angezeigt, wer diese Informationen sehen kann.

Ebenfalls neu: Mitglieder können andere auch dann in Posts und auf Fotos markieren, wenn sie nicht mit diesen befreundet sind - das war bisher nicht möglich. Im Gegenzug müssen Markierungen von Personen außerhalb des eigenen Facebook-Freundeskreises freigegeben werden, bevor sie im eigenen Profil angezeigt werden.

Wer mit einer Markierung durch andere nicht einverstanden ist, hat die Wahl, diese aus seinem Profil zu entfernen, die Markierung selbst zu entfernen, eine Nachricht an denjenigen zu senden, der die Markierung vorgenommen oder das Foto hochgeladen hat, oder einen Antrag auf Entfernen des Inhalts zu stellen.

Änderungen gibt es auch beim Lokalisierungsdienst Places. Facebook stellt die bisherige Orte-Funktion, die es nur auf Handys gab, ein. Das Einchecken ist künftig auch dann möglich, wenn man sich - noch - nicht in der Nähe des Ortes befindet. Und damit kommt Places auch auf das stationäre Facebook. Sonderangebote von lokalen Dealpartnern soll es aber auch weiterhin geben.

"Wir hoffen, dass diese neuen Werkzeuge es insgesamt einfacher machen, Inhalte präzise weiterzuleiten, und dass das Nutzererlebnis viel klarer und unterhaltsamer wird", so Chris Cox im Facebook-Blog. Die Änderungen sollen in den nächsten Tagen für alle Nutzer freigeschaltet werden.

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