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Facebook sortiert Kontakte automatisch (Foto: istockphoto.com/gmutlu)

Facebook sortiert Kontakte automatisch Schule, Arbeit, Umgebung

Während die User ihre Kontakte bei Google+ eigenhändig in verschiedene Kreise sortieren müssen, testet Facebook derzeit eine Funktion, die das automatisch erledigt.

In der Pilotphase bildet das Netzwerk drei Gruppen von Personen: Kollegen, Schulkameraden und Freunde, die im Umkreis von 50 Kilometern des Users wohnen. Das berichtet Techcrunch über die sogenannten "Smart Lists". Das Ziel ist, Inhalte relevanter zu machen, indem zum Beispiel nur Kontakte nach einem Treffen in der Kneipe gefragt werden, die auch in der gleichen Gegend wohnen. Derzeit ist die Funktion nur für wenige Nutzern zugänglich.

Entscheidend für den Erfolg wird sein, ob diese Kategorien erweitert werden - und wie sie sich zu den Listen verhalten, die die Nutzer schon jetzt selbst anlegen können. Denkbar ist eine zusätzliche Sortierung nach Häufigkeit der Interaktion in enge Freunde und Bekanntschaften.

Facebook selbst will zu dem neuen Feature keine Stellung nehmen. Erst gestern hatten sich das Netzwerk und das deutsche Bundesinnenministerium im Streit um den Gefällt-mir-Button auf stärkere Selbstkontrolle geeinigt. Facebook wird das Zugeständnis leicht gefallen sein, sich an einer gemeinsamen Selbstverpflichtung sozialer Netzwerke zu beteiligen, eine billige Lösung. "Ich freue mich, dass wir uns den Inhalten zuwenden, ohne jedes Mal datenschutzrechtliche Grundsatzdebatten führen zu müssen", sagte Richard Allan, Director European Public Policy bei Facebook. Die Inhalte der Selbstverpflichtung sollen breit gefächert sein und reichen von einer Stärkung der Medienkompetenz bis hin zu den Verfahren der Datenübermittlung.

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