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Einigung zwischen Facebook und FTC

Facebook einigt sich mit US-Handelsbehörde FTC Privatsphäreänderungen nicht ohne User-Zustimmung

Das wurde nun auch endlich Zeit: Facebook verpflichtet sich dazu, bestimmte Änderungen an den Privatsphäreeinstellungen nicht mehr ohne Zustimmung der Netzwerknutzer durchzuführen. Und Mark Zuckerberg räumt ein, den Privatsphäreschutz falsch angegangen zu haben.

Einige größere Fehler haben die Nachbesserungen an den Privatsphäreeinstellungen überschattet, gab Zuckerberg in einem langen Beitrag im Facebook-Blog zu. Nun habe man sich entschlossen, künftig bessere Arbeit zu leisten. Dazu stellt das Unternehmen zwei Privacy Officers ein, die die Facebook-Produkte hinsichtlich der Privatsphärenwahrung überwachen werden.

Darüber hinaus verpflichtet sich das Unternehmen auf klare und markante Ankündigungen von Änderungen. Diese müssen von den Nutzern ausdrücklich genehmigt werden, bevor Informationen über die bis zu diesem Zeitpunkt vereinbarten Datenschutzeinstellungen hinaus verbreitet werden können.

"Facebook ist verpflichtet, die Versprechungen, die es seinen mehreren hundert Millionen Nutzern hinsichtlich von Datenschutz macht, auch zu halten", so der Vorsitzende der FTC, Jon Leibovitz. "Facebooks Innovationsfortschritt muss nicht auf Kosten der Kundenprivatsphäre weiter laufen. Die FTC stellt sicher, dass dies nicht passiert."

Das soziale Netzwerk ist wohl auf Versöhnung aus: In Deutschland hatten sich Facebook und das Bundesinnenministerium im September 2011 hinsichtlich einer Selbstkontrolle des Netzwerks geeinigt. Und auch mit dem Datenschutzbeauftragten Schleswig-Holsteins war eine Einigung möglich. Allein der Hamburgische Datenschutzbeauftragte ist nach wie vor Facebook auf den Fersen, insbesondere was die automatische Gesichtserkennung angeht.

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