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Datenpanne bei Facebook

Millionen Nutzer betroffen

Durch eine Panne bei Facebook wurden persönliche Daten von rund sechs Millionen Mitgliedern ohne deren Zustimmung weitergeben. Dazu zählen Informationen wie Telefonnummern und Mailadressen.

Die Daten von rund sechs Millionen Facebook-Nutzern sind durch einen Datenbankfehler unerlaubt weitergegeben worden. Die Sicherheitslücke soll aber mittlerweile wieder geschlossen sein. "Wir haben die Aufsichtsbehörden in den USA, Kanada und Europa bereits informiert und sind dabei, die betroffenen Nutzer per E-Mail zu informieren", heißt es dazu in einem Blogeintrag auf der Security-Seite von Facebook.

Bei den betroffenen Mitgliedern wurden "zusätzliche E-Mail-Adressen oder Telefonnummern für ihre Kontakte oder Leute mit denen Sie in Verbindung stehen" angezeigt. Dem Unternehmen nach betrifft die Panne weniger als ein Prozent der Nutzer. Facebook versprach, "hart daran zu arbeiten", dass so etwas nicht mehr vorkomme. Der Software-Fehler sei in Zusammenhang mit einem System zustande gekommen, das Freundschaftsempfehlungen generiert.

Es ist nicht das erste Mal, dass Facebook eine Datenpanne passiert: Im Juli 2010 hatte ein US-amerikanischer Hacker die Profile von 170 Millionen Facebook-Usern abgegriffen.

Auch beim Thema Datenschutz eckt Facebook immer wieder an. Zum Auftakt der Computermesse CeBIT 2013 forderte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) härtere Datenschutzauflagen für Soziale Netzwerke. Im Streit um den Klarnamenzwang bei Facebook mussten Datenschützer jedoch eine Niederlage einstecken: Das Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein bestätigte zwei entsprechende Beschlüsse der Vorinstanz, die Facebook bereits im Recht gesehen hatte. Damit dürfen Nutzer, die sich nicht mit dem eigenen Namen anmelden, gesperrt werden.

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