INTERNET WORLD Business Logo Abo

Neues Feature

Instagram: Bald klickbare Links bei der Facebook-Tochter?

shutterstock.com/rvlsoft
shutterstock.com/rvlsoft

Nach Einführung des neuen Designs Anfang September bringt Facebook nun auch Untertitel bei IGTV und Facebook live. Das Social Network überlegt außerdem, klickbare Links in Instagram einzubinden und geht beim Thema Klimawandel gegen Fehlinformationen vor.

IGTV und Facebook Live sollen jetzt mit Untertiteln funktionieren und damit gehörlosen Menschen den Konsum von Videos erleichtern. Die Untertitel basieren auf Künstlicher Intelligenz (KI), wie Facebook in seinem Blog mitteilt. Bisher konnte man nur On-Demand-Videos mit diesem Feature versehen.

Des Weiteren will Facebook klickbare Links bei Instagram (IG) einführen, dies aber nur gegen Bezahlung. Sobald Instagram einen möglichen Link erkennt, zeigt die Plattform dem Kunden dies durch ein Pop-up-Fenster an. Dieser kann dann entscheiden, ob er den Link klickbar machen möchte und dafür zwei US-Dollar an Instagram zahlt.

Das Mutterunternehmen Facebook hat am 8. September 2020 dafür ein Patent beantragt. Wie lange die Einführung dauert, ist unklar. Ohnehin ist ungewiss, ob dieses Bezahlmodell sich durchsetzen wird. Die meisten Influencer und Unternehmen umgehen das Problem der fehlenden Linkfunktion bisher schon mit dem Hinweis auf den Link in der Biographie des IG-Accounts. Oder sie posten die URL in einem Beitrag, die dann jedoch mühselig herauskopiert werden muss.

Kartellklage von US-Verbraucherschutzbehörde gegen Facebook

Eine weniger erfreuliche Information für Facebook ist indes, dass die amerikanische Verbraucherschutzbehörde FTC (Federal Trade Commission) nun gegen das Unternehmen eine Klage vorbereitet.

Inhalt der Klage sind die Übernahmen von Unternehmen wie Instagram oder WhatsApp. Vorgeworfen wird der Techfirma, dass es seine Marktposition zum Wettbewerbsvorteil ausgenutzt hat. Bereits Ende 2019 erwägte die FTC, die Integration der beiden Apps Instagram und Whatsapp in das Hauptnetzwerk zu verhindern, weil sie eine Ausschaltung von Konkurrenten hinter der Aktion vermutete und dies damals nicht für zulässig hielt.

Auch andere Techgiganten der USA könnten demnächst von ähnlichen Klagen betroffen sein, weil diese ihre Marktmacht wettbewerbswidrig einsetzen, so zumindest der Vorwurf. OnlineMarketing.de berichtet, dass die Klage gegen die Social-Media-Plattform noch dieses Jahr ins Rollen kommen soll.

Klimawandel bei Unternehmenszielen in Vordergrund gestellt

Facebook hat sich außerdem das Ziel gesetzt, den Klimawandel aktiv zu bekämpfen. Ende des Jahres will Facebook bereits innerhalb seiner eigenen betrieblichen Aktivitäten CO2-neutral sein. Außerdem will Facebook auf seiner Plattform in einem gesonderten Bereich verlässliche Informationen zum Klimawandel präsentieren.

Genauso, wie die Plattform das bei Fakten zur Covid-19-Pandemie versucht hat, sollen nun Usern aktuelle und wissenschaftlich geprüfte Hintergründe zum Klimawandel im "Climate Science Information Center" dargeboten werden. Das Klima-Informationszentrum ist bereits diese Woche in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA online gegangen.

Facebook launcht neue VR-Brille

Auf der siebten jährlichen Konferenz zu VR und AR "Facebook connect" am 16. September hat Facebook darüber hinaus eine mehrjährige Zusammenarbeit mit EssilorLuxottica, die unter anderem Ray Ban-Brillen herstellen, angekündigt. Für seine zukünftigen VR-Brillen will Facebook die Brillen moderner und im Alltag tragfähiger gestalten.

Auf dem Event wurde außerdem die neue VR-Brille "Oculus Quest 2" vorgestellt. Es kommt nach eigenen Angaben mit dem höchsten Auflösungsdisplay aller Zeiten daher, ist leichter als der Vorgänger und die Preise dafür beginnen bei 299 US-Dollar. Vorbestellen kann man diese schon und ausgeliefert werden sie dann ab 13 Oktober.

Außerdem hat Facebook ein Projekt namens Aria ins Leben gerufen, mit dem das Unternehmen in Zukunft VR-Brillen besser entwickeln kann. Das neue Forschungsprojekt soll beim Bau der ersten Generation tragbarer Augmented-Reality-Geräte helfen und die dafür entwickelte Aria-Brille ist dazu gedacht, User-Verhalten besser zu verstehen.

Selbst erstellte AR-Effekte in Facebook-Messenger und Portal für Creator

Die Plattform kündigte des Weiteren ein Update für Creator auf dem Facebook-Event an. Diese können nun ihre selbst hergestellten AR-Effekte im Messenger und Portal, dem Smart Video Device des Konzerns, teilen. Dadurch können sie einem größeren Publikum ihre Erfindungen zeigen als bisher. Zuvor war es nur auf Facebook und Instagram möglich, selbst kreierte AR-Effekte zu veröffentlichen.

Gerade im Hinblick auf den Instagram- und Facebook-Check-Out für das Online Shopping auf der Plattform könnte hier ein Nutzen für User und Online Shops liegen. Denn Kunden können über AR in Facebook Produkte direkt ausprobieren oder anprobieren und dann einkaufen.

Das könnte Sie auch interessieren