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Studie zum Teilen von Inhalten auf Facebook Infos von Freunden in der Minderheit

In sozialen Netzwerken bekommen die Mitglieder nur Informationen von Menschen, mit denen sie ohnehin eng verbunden sind - so lautet eine gängige Meinung über Social Media. Eine Studie von Facebook beweist jetzt das Gegenteil.

Facebook-Mitglieder verbreiten mit größerer Wahrscheinlichkeit Inhalte von Freunden, denen sie nahe stehen, als von entfernteren Bekannten. Das bestätigte die Studie "Rethinking Information Diversity in Networks", die das Netzwerk in seinem Statistikbereich veröffentlicht hat. Dennoch stammt ein Großteil des geteilten Inhalts von Menschen, mit denen die Nutzer nur lose verbunden sind.

Der Grund: Die meisten Facebook-Mitglieder sind im Netzwerk mit mehr Bekannten als mit engen Freunden verknüpft. Nimmt man nun an, dass ein Nutzer hundert Bekannte hat, deren Inhalte er mit 15-prozentiger Wahrscheinlichkeit teilt, und zehn enge Freunde, deren Infos er mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit weitergibt, hat er fünf Inhalte von engen Freunden und 15 von Bekannten geteilt.

Eine weitere Erklärung ist, dass eng verbundene Mitglieder häufig die gleichen Webseiten besuchen und daher die Inhalte schon kennen, die via Facebook verbreitet werden. Auf diese Weise entfällt der Aha-Effekt. Deshalb haben Inhalte, die Bekannte veröffentlichen, häufig großen Nachrichtenwert. Spannend: Werden Inhalte von Bekannten geteilt, passiert dies in kurzer Zeit, nachdem diese sie veröffentlicht haben.

Die Nähe zwischen zwei Mitgliedern wurde in der Studie durch die Anzahl der Kommentare und Nachrichten, das gemeinsame Auftreten auf Bildern und eine gemeinsame Beteiligung an Diskussionen definiert.

Facebook hat unterdessen mit der Erneuerung seines Analysewerkzeugs Insights viele neue Informationen eingeführt. Leider zeigt das Tool nicht mehr an, wie viele Nutzer die Beiträge der eigenen Fanpage verborgen haben. Über die Graph-API lassen sich jedoch diese Informationen auslesen.

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