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Facebooks Vorbereitungen auf die Erstemission

Facebooks bereitet Börsengang vor Heimliche Fingerübungen

Auch wenn es noch keinen - öffentlich bekannten - Termin für den Börsengang von Facebook gibt, übt das soziale Netzwerk bereits im Vorfeld den Auftritt als börsennotiertes Unternehmen.

Mehrere Social-Media-Unternehmen haben Facebook die Erstnotierung bereits vorgemacht. Doch besonders gut lief es bei Groupon und Zynga nicht. Facebook will es besser machen und übt, wie man sich als börsennotiertes Unternehmen so verhält.

Unter anderem lasse das Unternehmen bereits seit vergangenem Jahr Texte für fiktive Gespräche mit Analysten erstellen, die nach einem Börsengang vierteljährlich anstehen. Darin werden Antworten auf Fragen der Investoren zu Umsatz und Verlust entworfen. Selbst einen heimlichen IPO-Prospekt hat Facebook erstellt - eine Aufgabe, die normalerweise von den begleitenden Banken übernommen wird. Dem Wall Street Journal zufolge überprüft Finanzchef David Ebersman darüber hinaus bereits seit geraumer Zeit in regelmäßigen Abständen die Bücher, um für die Zukunft Nachbesserungen von Finanzberichten auszuschließen, wie sie bei Zynga und Groupon für Furore sorgten.

Groupon wird seit 4. November 2011 an der Wall Street gehandelt und war die größte Technik-Erstemission seit Google. Ende November verzeichnete die Groupon-Aktie allerdings Verluste und lag nur noch knapp über dem ursprünglichen Ausgabepreis. Bei Zynga lief es ähnlich: Am 19. Dezember 2011 ging der Social-Gaming-Anbieter an die Börse, verzeichnete jedoch schon am ersten Tags ein Preisminus von fünf Prozent. Facebooks Börsengang wird für Frühjahr 2012 erwartet.

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