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Facebook

3. Quartal 2017 Geschäftszahlen: Facebooks Werbe-Business boomt

shutterstock.com/Sukharevskyy Dmytro (nevodka)
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Auch im dritten Quartal 2017 legt Facebook wieder solide Berichte vor. Umsatz und Nutzungszahlen erreichen neue Rekorde. Doch der Internetkonzern muss sich auch unangenehmen Themen stellen.

Facebooks Wachstumsfähigkeit scheint kein Ende zu nehmen. Das Unternehmen stellte jetzt seinen Finanzbericht für das dritte Quartal 2017 vor. Erneut konnte das soziale Netzwerk die Erwartungen der Anleger übertreffen und fuhr einen satten Ertrag von 4,7 Milliarden US-Dollar ein. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich Facebook somit um 79 Prozent. Damals waren es 2,6 Milliarden US-Dollar Ertrag gewesen.

Auch seinen Umsatz konnte Facebook kräftig steigern. Insgesamt verbuchte das Netzwerk 10,3 Milliarden US-Dollar Umsatz. Das ist eine Steigerung von 47 Prozent. Im dritten Quartal 2016 hatte Facebook 7,0 Milliarden US-Dollar umgesetzt. 

Nutzungsstatistik und Werbung

Im Finanzbericht gibt auch Facebook Einblick in die Nutzungsstatistik: Demnach verzeichnet das Netzwerk mittlerweile über 1,37 Milliarden täglich aktive Nutzer im September 2017 - eine Steigerung von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei den monatlich aktiven Nutzern kommt Facebook im September 2017 gar auf mehr als zwei Milliarden Nutzer.

Die Werbeerlöse, Facebooks Haupteinnahmequelle, nahmen um 49 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar zu. Etwa 88 Prozent davon spielten Anzeigen auf Mobilgeräten ein.

Die Aktie stieg nachbörslich zunächst deutlich an, drehte dann jedoch ins Minus. Im regulären Handel vor Bekanntgabe der Zahlen war das Papier auf ein neues Rekordhoch geklettert. Facebook-Chef Mark Zuckerberg warnte Anleger vor dem Hintergrund der Debatte um "Fake News" und mangelnde Kontrolle auf dem Online-Netzwerk: "Wir investieren soviel in Sicherheit, dass es unsere Profitabilität beeinflussen wird." Der Schutz der "Community" sei wichtiger, als den Gewinn zu maximieren.

Kritiker werfen Facebook vor, nicht genug gegen Propaganda und Hetze zu tun. In den USA wird der Konzern etwa beschuldigt, Einfallstor manipulativer russischer Einflussnahme im Wahlkampf gewesen zu sein. Am Dienstag hatten erstmals Vertreter von Facebook, Google und Twitter dem US-Senat Rede und Antwort zur mutmaßlichen russischen Einmischung in die Präsidentenwahl 2016 stehen müssen. Facebook räumte ein, dass Inhalte einer russischen Troll-Farm zwischen Juni 2015 und August 2017 rund 126 Millionen Nutzer erreicht haben.

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