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Donald-Trump

Reaktion auf Kritik Facebook verschärft Regeln für Trend-Nachrichten

Nimmt Facebook Einfluss auf den US-Wahlkampf?

Tannen Maury

Nimmt Facebook Einfluss auf den US-Wahlkampf?

Tannen Maury

Facebook soll konservative und liberale Inhalte in dem sozialen Netzwerk unterdrückt haben. Darauf reagierte nun das soziale Netzwerk und verschärft die internen Richtlinien für seine News-Trends.

Facebook ändert nach Vorwürfen, beim Online-Netzwerk seien Nachrichten über konservative Politiker und Themen unterdrückt worden, die internen Richtlinien für seine News-Trends.

Zum einen sollen Mitarbeiter künftig weniger Spielraum haben, ihre Ansichten bei der Nachrichten-Auswahl einzubringen. Zum anderen werden Nachrichten-Websites etwa von BBC, CNN oder der New York Times nicht mehr als Orientierungshilfe für die Wichtigkeit der Themen ausgewertet, erklärte Facebook in einem Brief an den US-Senator John Thune.

Unterdrückung von Nachrichten

Laut eines Berichts der Webseite Gizmodo sind Redakteure bei Facebook dazu angewiesen worden, die Nachrichten auf Facebook zu manipulieren. Mehrere ehemalige Facebook-Mitarbeiter, die die Nachrichten kuratierten, seien dazu angehalten worden, bestimmte Themen in die "Trending" Kategorie einzufügen - auch wenn die Themen tatsächlich nicht als Nachrichtentrend verzeichnet waren. Andere Themen wiederum seien unterdrückt worden, um eine liberale Nachrichtenlage zu präsentieren.

Im anziehenden US-Wahlkampf stieß das trotz Dementis des Online-Netzwerks eine Debatte über den Einfluss von Facebook als Nachrichtenmedium an. Das Unternehmen legte die internen Richtlinien für die News-Trends vor, die es bislang nicht in Deutschland gibt. Der republikanische Senator Thune forderte zusätzliche Informationen.

Mehr Kontrollmechanismen und Schulungen für Mitarbeiter

Facebook erklärte nun, die Untersuchung nach den Vorwürfen habe keine systematische Parteilichkeit zu Tage gefördert. Zugleich könnten aber auch nicht ein Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter oder unbewusste Befangenheit einzelner Mitarbeiter ausgeschlossen werden. Deshalb solle es künftig mehr Kontrollmechanismen und zusätzliche Schulungen geben.

Facebook habe bei der Überprüfung der Vorwürfe 600 Entscheidungen zu einzelnen Nachrichten-Themen untersucht, hieß es in dem Brief von Montag. Dabei seien unter anderem keine Belege für den Vorwurf entdeckt worden, dass Mitarbeiter künstlich Nachrichten mit liberaler Ausrichtung in die News-Trends eingefügt hätten.

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