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Facebook reagiert auf Nutzer-Feedback

Nutzung von Teenager-Fotos zu Werbezwecken Facebook reagiert auf Kritik

Die Nutzungsbedingungen bei Facebook werden immer kritisch beäugt, vor allem, wenn sie die Mitgliedschaft von Jugendlichen betreffen. Jetzt macht das Netzwerk eine Änderung rückgängig, die erst kürzlich in den USA eingeführt worden war.

Wenn es um Teenager bei Facebook geht, ist die Öffentlichkeit besonders wachsam. Dementsprechend reagiert das Netzwerk jetzt auf öffentlichen Druck und nimmt eine Änderung in den Nutzungsbedingungen zurück, die missverständlich formuliert worden war.

Bei der kontroversen Änderung ging es um die ein Werbeformat auf Facebook, bei dem das öffentliche Profilbild und Kommentare der Nutzer neben Anzeigen erscheinen können, die der Nutzer mit "Gefällt mir" markiert hatte. In seiner Privatsphärenregelung hatte Facebook im Text impliziert, dass die minderjährigen Nutzer von Facebook diesbezüglich mit ihren Erziehungsberechtigten eine Absprache getroffen haben und die Nutzung deshalb erlaubt sei. Kritiker hatten bemängelt, dass das Einverständnis der Eltern keineswegs vorausgesetzt werden könne und dass die Ausdrucksweise des Unternehmens missverständlich sei. Vergangene Woche hatte sich die bereits die US-amerikanische Aufsichtsbehörde FTC in die Debatte eingeschaltet.

Um die Wogen zu glätten, ruderte das soziale Netzwerk jetzt zurück. Erin Egan, bei Facebook als Chief Privacy Officer zuständig für die Privatsphärenregelungen, erklärte, man habe mit der kontroversen Zeile Gespräche zwischen jugendlichen Nutzern und ihren Eltern fördern wollen. "Wir hatten einen Satz ergänzt, der besagte, dass Nutzer unter 16 mit ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten gesprochen und deren Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen haben", so Egan im . "Mit unserer Formulierung wollten wir das Gespräch starten. Wir wollten damit keine weiteren Rechte aus dieser Ergänzung herausholen."

Im Oktober 2013 hatte Facebook die Standardeinstellungen für jugendliche Nutzer geändert und damit das öffentliche Verbreiten von Statusmeldungen ermöglicht. Zum Schutz der Teenager hatte das Netzwerk jedoch zwei Bestätigungsschritte vor dem Absenden der entsprechenden Beiträge eingeschoben.

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