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eBay-Bezahldienst Facebook holt PayPal-Chef David Marcus

Facebooks Messenger-Dienst im Blick: David Marcus

Facebooks Messenger-Dienst im Blick: David Marcus

Als Vice President Messaging Products wechselt der bisherige PayPal-Chef David Marcus von der eBay-Tochter zu Facebook. Der Kurznachrichtendienst WhatsApp fällt aber nicht in seinen Bereich.

Zum 27. Juni 2014 wird David Marcus sein Amt beim Bezahldienst PayPal niederlegen, um sich dem Social Network anzuschließen: Der 41-Jährige verantwortet in Zukunft als Vice President Messaging Products die Messenger-Dienste, teilte Facebook im Firmenblog mit. Der Agentur Bloomberg zufolge werde der im Februar 2014 erworbene Kurznachrichtendienst WhatsApp allerdings nicht in seinen Bereich fallen.

Er habe sich für den Wechsel entschieden, nachdem Facebook-Chef Mark Zuckerberg "eine fesselnde Vision über Mobile Messaging" mit ihm geteilt habe, schrieb Marcus auf seiner LinkedIn-Seite: "Ich freue mich darauf, mir die Hände wieder schmutzig zu machen bei dem Versuch, etwas Neues und Bedeutendes aufzubauen."

Der neue VP Messaging Products war 2011 zu PayPal gekommen, zunächst als Vice President Mobile, seit zwei Jahren leitete er den Bezahldienst und weitete die Sparte verstärkt auf Mobile-Angebote aus. John Donahoe, Chef der Konzernmutter eBay, erklärte, Marcus hinterlasse ein starkes Management-Team, zudem sei das Unternehmen auf Kurs, seine für 2015 gesteckten Ziele zu erreichen. Die Aktien des Online-Marktplatzes eBay fielen nach bekanntwerden des Personalabgangs nachbörslich um 2,2 Prozent.

Bei Facebook, das ebenfalls in zunehmendem Maß auf Werbeeinnahmen über Smartphones und Tablets setzt, ist Marcus nun für den Messenger sowie die Messenger-App zuständig. Im April 2014 hatte das Social Network die App um eine kostenlose Telefonie-Funktion erweitert. Außerdem arbeitet Facebook offenbar an einem Video-Messenger.

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