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Online-Events

Facebook führt Service für kostenpflichtige Online-Events ein

Shutterstock / insta_photos
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Facebook will Kleinstunternehmen in der Krise unterstützen: Über die Plattform können künftig Online-Events organisiert und vollständig abgewickelt werden. Das Geld soll ohne Abzüge an die Unternehmen gehen.

Kleine Unternehmen können ihre Online-Veranstaltungen ab sofort vollständig über Facebook organisieren und abrechnen. Die Social-Media-Plattform führt in zwanzig Ländern, darunter auch Deutschland, ein entsprechendes Angebot ein. Zielgruppe sind beispielsweise Veranstalter von Koch- oder Fitnesskursen, von Meets & Greets-Events oder Expertenvorträgen. Sie können ihre Veranstaltungen auf Facebook erstellen, sie dort bewerben, eine Teilnahmegebühr festsetzen, den Zugang organisieren und anschließend abrechnen.

Auch Anbieter von Koch-Kursen sollen es künftig einfacher haben

Facebook

Facebook geht davon aus, dass die Corona-Krise noch länger andauert und damit auch weiterhin physische Events nur unter erschwerten Bedingungen möglich sein werden. Allein im Monat Juni habe sich die Zahl von live übertragenen Online-Veranstaltungen gegenüber dem Vorjahresmonat verdoppelt. Vor diesem Hintergrund will man vor allem kleineren Unternehmen die Organisation und Abwicklung digitaler Veranstaltung erleichtern und ihnen so einen leichten Zugang zu einer neuen finanzielle Einnahmequelle verschaffen. Der "Global State of Small Business Report", den Facebook kürzlich veröffentlichte, habe gezeigt: Nur ein geringer Teil der untersuchten Kleinunternehmen habe in der Krise finanzielle Hilfe erhalten. Der überwiegend große Part kämpfe um jeden Cent.

Facebook verzichtet auf Gebühren, Apple nicht

Um die kleinen Unternehmen zu unterstützen verzichtet Facebook vorläufig bis Jahresende auf jegliche Gebühren. Der mit den Events generierte Umsatz soll vollständig bei den Anbietern landen. Abgerechnet wird am Monatsende, ausbezahlt wird 30 Tage später, wenn der Mindestbetrag von 100 Dollar erreicht wurde.

Ob Facebook das Geld aber tatsächlich vollständig weiterreichen kann, hängt davon ab, ob der Kauf über Facebook Pay abgewickelt wurde. Wurde der Kauf über ein Mobilgerät eingeleitet, werden nur 70 Prozent an den Veranstalter weitergereicht, da Apple für iOS und Google für Android 30 Prozent der Gebühren für InApp-Käufer für sich behalten. Derzeit bemüht sich Facebook darum, Apple zu einem Verzicht der Gebühren zu bewegen, bislang alerdings ohne Erfolg.

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