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Umstellung auf HTML5 Facebook fordert den Flash-Ausstieg

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Beinahe wöchentlich machen Sicherheitsmeldungen zu Adobes Flash-Technologie die Runde. Jetzt fordert Facebooks Sicherheitschef Alex Stamos den Hersteller dazu auf, Flash endgültig zu beerdigen.

Facebooks Sicherheitschef Alex Stamos hat genug: Der ehemalige Yahoo-Security-Experte fordert von Adobe das Kapitel Flash endgültig ad acta zu legen und die unsichere Technologie zu beerdigen. Ein festgelegtes End-of-Life-Date solle Entwicklern und Seitenbetreibern genug Zeit geben, ihre Produkte auf andere Technologien umzustellen. Dies sei der einzige Weg, um Abhängigkeiten auszumerzen und das gesamte Ökosystem auf einen Schlag upzugraden, schreibt Stamos auf Twitter.

Alex Stamos auf Twitter

Alex Stamos auf Twitter: Der Facebook-Sicherheitschef fordert Adobe auf, Flash endlich zu beerdigen.

Facebooks Sicherheitschef ist nicht der einzige, der Flash kritisch gegenübersteht. Bereits Anfang des Jahres hatte der Videodienst Youtube sein Streaming standardmäßig auf HTML5 umgestellt. Auch Mozillas Firefox sowie der neue Windows-10-Browser Microsoft Edge setzen bevorzugt auf die plug-in-freie Übertragungs-Technologie.

Unterdessen macht Adobes Flash Player (mal wieder) Negativschlagzeilen: Ein Hacker-Skandal offenbarte gleich drei schwere Sicherheitslücken in der Software. Während für einen der Fehler bereits ein Update parat steht, sind die anderen momentan noch ungepatcht. Bis auf Weiteres sollte daher vom Einsatz des Flash-Players abgesehen werden.

Eine zeitnahe Abkehr von Flash ist aus Sicht vieler IT-Experten sicherlich löblich. Allerdings setzen abseits von Youtube immer noch viele Web-Dienste und Tools auf die Technologie. Ein endgültiger Umstieg ist damit mit viel Aufwand und hohen Kosten verbunden.

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