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Geschäftszahlen Q3 2015 Facebook bricht alle Rekorde dank Mobile

Erfolgreicher Facebook-Chef: Mark Zuckerberg

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Erfolgreicher Facebook-Chef: Mark Zuckerberg

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Mark Zuckerberg hat dank eines florierenden Werbegeschäfts mal wieder allen Grund zum Strahlen: Der Facebook-Chef konnte Umsatz und Gewinn im dritten Quartal 2015 deutlich steigern.

Allen Unkenrufen zum Trotz hat es Facebook mal wieder geschafft: Das soziale Netzwerk legt für das dritte Quartal 2015 beeindruckende Zahlen vor, die vor allem dem starken Werbegeschäft im mobilen Sektor zu verdanken sind.

Der Umsatz kletterte demnach um mehr als 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 4,5 Milliarden US-Dollar. Die Prognose lag bei 36,6 Prozent. Der Gewinn stieg trotz hoher Investitionen um elf Prozent auf 891 Millionen US-Dollar, was bei Analysten und Anleger für positive Überraschung sorgte. Denn auch auch im zweiten Quartal 2015 konnte Facebook zwar seinen Umsatz steigern, bei der Ertragssteigerung haperte es allerdings - wie schon im ersten Quartal 2015.

Erstmals über eine Milliarde User täglich

Daneben gab es auch aktuelle Zahlen zur Facebook-Community selbst: Dort tummelten sich über 1,6 Milliarden User im September - im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 14 Prozent. Über eine Milliarde davon waren täglich aktiv, das ist ein Plus von 17 Prozent. Erstmals knackt Facebook damit die Milliarden-Marke. Von dieser Milliarde täglicher Nutzer griffen 894 Millionen mittels mobiler Geräte auf Facebook zu.

Werbung bleibt wichtigste Einkommensquelle

Das hat auch Auswirkungen auf die Werbung: Der Anteil mobiler Werbung an den Anzeigenerlösen liegt bei 78 Prozent, vor einem Jahr waren es noch 66 Prozent. Anzeigen sind nach wie vor die wichtigste Einnahmequelle mit 4,3 Milliarden US-Dollar Umsatz im dritten Quartal. Facebook fokussiert sich hier nun auf den Bewegtbildbereich.

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Das Augenmerk soll daneben auf VR-Experimenten wie der Oculus liegen, aber auch auf Initiativen wie internet.org, die entlegenen Gebieten per Satellit besseren Internet-Zugang bringen will. Bislang seien über 15 Millionen Menschen damit ausgestattet worden.

Stimmen aus der Branche

Ben Prause, Geschäftführer von eprofessional:
"Die Facebook Erfolgsstory ging wie erwartet im Q3 weiter und sie wird sich fortsetzen. Kein Wunder: Die Firma hat ziemlich lukrative Neuerungen auf dem Zettel. Atlas wird in 2016 eine richtig ernstzunehmende Konkurrenz für DSPs und DMPs im gleichen Zuge. Darüber hinaus sichert sich Facebook einen immer größeren Anteil am E-Commerce Budget. Dies spiegelt sich auch in der Entwicklung wie des eigenen Shopping Feeds und Ad Formaten, über die direkt eingekauft werden kann. Auch das wird die Werbeeinnahmen beflügeln. Nicht zuletzt wird Facebook seine vielen Milliarden Inhalte endlich über eine richtige Suchfunktion zugänglich machen und in diesem Bereich Google und auch Twitter ernsthafte Konkurrenz machen."
 
Andrea Ramponi, Regional Vice President DACH bei Marin Software:
"Facebook hat sich mit WhatsApp, dem Messenger und Oculus Virtual Reality beim mobile Geschäft im diesem Jahr nicht lumpen lassen, anstatt sich mit Investitionen in diese Dienste zurückzuhalten. Das zahlt sich aus. Die letzten Updates bei den Anzeigenformaten, die darauf abzielen die Shopping-Erfahrung innerhalb von Facebook zu optimieren, werden ganz sicher den Service für die mobilen Shopper weiter verbessern. Nicht nur Facebook erkennt die Bedeutung des mobilen Kanals, aber die Firma scheint mobile Endgeräte besonders effektiv zu nutzen, um eine ständig wachsende Nutzerschaft zu erreichen. Werbetreibende, die ähnlich erfolgreich sein wollen, müssen sicherstellen, dass Mobile den Budgetanteil erhält, den der Kanal wirklich verdient."
 
Björn Wenzel,  Geschäftsführer bei Kontor Digital Media
"Mobile ist ganz klar Treiber der positiven Entwicklung bei Facebook. Aber zum ersten Mal dürfen auch die Ergebnisse von Instagram eingeflossen sein. Spannend bleibt, was die Zukunft bringt. Viel Potenzial liegt in der Vermarktung über Atlas und in WhatApp. Interessant ist auch die Frage, ob Facebook vielleicht doch das mit 16 Milliarden US-Dollar bewertete Snapchat kauft oder einen anderen Coup landet. Die Vermarktung in Facebook selbst wird durch Bewegtbild und Mobile auch in 2016 sicher weiter steigen, interessanter ist perspektivisch aber die Displayvermarktung sowie Instagram und WhatsApp."

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