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Facebook will von Nutzern lernen

Facebook untersucht Gründe für das Ausblenden von Inhalten Was gibt es zu verbergen?

"Relevanz" ist das Zauberwort, wenn es darum geht, Nutzer möglichst zielgenau mit den gewünschten Themen - und Anzeigen - zu versorgen. Facebook will nun von den Nutzern erfahren, warum diese Inhalte in ihrem Nachrichten-Feed verbergen.

Normalerweise können Nutzer auf Facebook Inhalte von bestimmten Personen oder Unternehmen verbergen lassen. Nun will das Netzwerk den Grund dafür erfahren, wenn Mitglieder bestimmmte Fotos, Updates, Anzeigen oder Mitteilungen nicht sehen wollen. "In den nächsten Monaten werdet ihr mehr Frage dazu sehen, was den Nutzern in ihrem Nachrichtenstrom gefällt - und was nicht", so Facebook Product Manager for Ads Fidji Simo gegenüber ABC News. "Wir wollen diese Technologie verfeinern, damit uns die Nutzer ihre Gründe mitteilen können, warum sie bestimmte Inhalte verbergen."

Wie genau das Ganze aussehen soll, hält Facebook noch geheim. Allerdings will das sozialen Netzwerk mit Menüs und Optionen experimentieren, die nur dann angezeigt werden, wenn Mitglieder Inhalte im Nachrichten-Feed verbergen. Ähnliches gibt es bereits hinsichtlich der Anzeigen am rechten Bildschirmrand. Wer diese ausblendet, wird gefragt, ob die eingespielte Werbung uninteressant, unangemessen oder irreführend war.

Angesichts der Tatsache, dass sich Anzeigenmanagerin Simo des Projektes angenommen hat, ist klar, dass Facebook primär an einer treffsicheren Anzeigenauslieferung arbeiten will. Zwar soll laut Simo das System auch auf andere Mitteilungsarten ausgeweitet werden, im wesentlichen scheint es jedoch darum zu gehen, die Akzeptanz für die Inhalte von Werbekunden im Nachrichtenstrom zu verbessern und damit auch die Anzahl der positiven Reaktionen darauuf zu erhöhen.

An seinem Anzeigenangebot bastelt Facebook bereits seit Monaten. So kündigte das Unternehmen im Juni 2013 an, die Fülle seiner Anzeigenformate ausdünnen zu wollen. Als erstes Anzeigenformat wurden dabei die bezahlten Suchergebnisse abgeschafft.

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