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Facebook, Google und Co gegen Selbstregulierung

Die großen Netzwerke weigern sich

Lokalisten und wer-kennt-wen.de haben unterzeichnet, aber die Großen ziehen nicht mit: Unternehmen wie Facebook, Google oder Xing sind dem Wunsch der Bundesregierung nicht nachgekommen, einen Kodex für Datenschutz in sozialen Netzwerken zu unterzeichnen.

Facebook, Google sowie die Karrierenetzwerke LinkedIn und Xing wollen den von der Bundesregierung geplanten Kodex für eine Selbstregulierung der Online-Netzwerke in Deutschland nicht unterschreiben. Damit haben sich die führenden Unternehmen der Branche dem Abkommen verweigert. Sie begründen ihre Bedenken gegen nationale Programme mit einem Trend hin zu einer international einheitlichen Regulierung, schreibt welt.de.

Zu den Unterzeichnern des Abkommens zählen Lokalisten, Poolworks (ehemals Studi VZ) und werkenntwen. Die Bundesregierung hatte die Initiative im Sommer 2011 gestartet. Ziel ist es, die Bereiche Datenschutz, Jugendschutz und Verbraucherschutz abzudecken. Dabei geht es um Themen wie Privatsphäre-Einstellungen, Schutz von Nichtnutzern bei einem Abgleich von Adressen oder mögliche Gesichtserkennung. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) kritisierte die Netzwerke, die nicht unterschrieben haben: "Die Unternehmen haben eine Chance vertan, ihrer Verantwortung für mehr Transparenz bei der Datenverarbeitung und für nutzerfreundlichere Regeln gerecht zu werden."

Friedrich hatte auch zum Auftakt der Computermesse CeBIT härtere Datenschutzauflagen für soziale Netzwerke gefordert: "Für die sozialen Netzwerke brauchen wir strenge Auflagen, um Profilbildung zu verhindern, die weit über das hinausgehen, was dem User bewusst ist."

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