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Zugangsdaten erbeutet Angriff auf Online-Konten von Skype

Unbekannte Hacker haben Online-Konten des Videotelefonie-Dienstes Skype übernommen, der zu Microsoft gehört. Eine Microsoft-kritische Nachricht, die sie auf dem Twitter-Account von Skype veröffentlichten, wurde mehrere Tausend Male retweetet.

So hat sich Skype den Start ins neue Jahr wohl nicht vorgestellt: Wer sich am Abend des ersten Januar 2013 die Facebook-Seite des Microsoft-Dienstes ansah, bekam diese Nachricht zu sehen: "Benutzt keine Microsoft-E-Mails (hotmail, outlook), sie beobachten eure Accounts und verkaufen die Daten an Regierungen. Weitere Details in Kürze". Versehen war die Nachricht mit dem Hashtag #SEA - dem Kürzel der Hackergruppe Electronic Syrian Army, meldet das Nachrichtenportal .

Demnach wurde die Fake-Nachricht auch auf dem Skype-Blog und auf der Twitter-Seite des Dienstes verbreitet. Auf wurde sie über 8.000 Mal retweetet. Skype, das mehr als drei Millionen Follower auf Twitter hat, entschuldigte sich bei seinen Usern für den Vorfall und versicherte: "Keine Nutzerinformationen wurden gefährdet." Skype-Mitarbeiter hatten die entsprechenden Nachrichten wieder gelöscht und Zugangsdaten zurückgesetzt. Wie die Angreifer an die Daten kamen, blieb unklar.

In einem anderen Tweet hieß es "hört auf, Leute auszuspionieren." Die Hacker wollten mit ihrer Aktion offensichtlich ihre Vorwürfe bekräftigen, wonach Microsoft, der Mutterkonzern von Skype, mit US-Geheimdiensten kooperiert. Microsoft gibt nach eigenen Angaben Kundendaten nur im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben auf Anfrage der Regierung heraus.

Derweil bringen die neuesten Enthüllungen über einen Equipment- und Dienstleistungskatalog der NSA-Abteilung TAO Apple in Bedrängnis. Der iPhone-Hersteller dementierte eine Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst.

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