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Fake News

Facebook-Gruppen sollen unter Aufsicht von Moderatoren gestellt werden

shutterstock.com/goffkein.pro
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Gruppen bei Facebook können helfen, sich mit neuen und alten Freunden virtuell zu vernetzen. Manche Gruppen nutzen die Funktion aber auch, um Fake News in die Welt zu setzen und Anhänger für ihre Verschwörungstheorien zu finden. Facebook will dagegen vorgehen.

Facebook sagt Verschwörungstheoretikern, die Fake News auf der Plattform verbreiten, den Kampf an. So berichtet The Verge. Es sollen nun verstärkt alle Facebook-Gruppen - egal, ob privat oder öffentlich - auf Inhalte geprüft werden, die nicht mit den Richtlinien der Plattform konform gehen.

Dafür sollen Moderatoren eingesetzt werden, die Gruppen in einer Probezeit von 60 Tagen erst einmal gründlich prüfen, bevor sie diese offiziell als neue Facebook-Gruppe zulassen. Innerhalb dieser 60 Tage Probezeit müssen Gruppen-Administratoren alle neu einlaufenden Inhalte auf verbotenen Content prüfen und diesen löschen falls nötig. Sollten die geposteten Inhalte sich nach diesen 60 Tagen immer noch nicht mehrheitlich an die Nutzerrichtlinien der Plattform halten, wird die Gruppe von Facebook gelöscht. Unter anderem will das soziale Netzwerk so die Ausbreitung von Falschinformationen stoppen.

Facebook geht Probleme des eigenen sozialen Netzwerks an

Das amerikanische Unternehmen stellt sich nun deutlich der Flut an Missinformationen und radikalen Posts auf seinen Seiten entgegen, nicht zuletzt aufgrund des Drucks vieler Prominenter und Unternehmen, die im Sommer Facebook boykottiert haben.

Auch im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl hatte Facebook angekündigt, den Gewinner erst bekannt zu geben wenn die offiziellen Wahlergebnisse feststehen. Deshalb markierte es auch jeden Post mit falschen Nachrichten - auch den von Donald Trump - mit einem Hinweis auf die noch auszuzählenden Stimmen.

Erst kürzlich gaben die am meisten von Fake News betroffenen Plattformen Twitter und Facebook außerdem bekannt, dass sie die Profile von Verschwörungstheoretikern auf der eigenen Plattform löschen werden oder deren Reichweite einschränken. So verbannte Facebook am vergangenen Donnerstag laut Medienberichten eine "Stop the Steal" -Gruppe mit mehr als 360.000 Mitgliedern, denen es um die angebliche Wahlmanipulation bei den US-Präsidentschaftswahlen von vergangener Woche ging.

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