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Brillen

Neuer Online Shop der Brillenkette Fielmann setzt auf Headless und Shopify

Shutterstock/S.SUPHON
Shutterstock/S.SUPHON

Bei seinem im vergangenen Jahr gestarteten Online Shop setzt Fielmann auf einen modernen Headless-Ansatz auf Basis des Shopsystems Shopify. Deutschlands führende Optikerkette verspricht sich davon mehr Flexibilität und Belastbarkeit.

Während der führende deutsche Online-Brillenhändler Mister Spex sein bereits 39 Standorte umfassendes stationäres Netz weiter ausbaut und für September den Gang an die Börse plant, sind die großen Optiker-Filialisten bei der Digitalisierung eher zögerlich.

Apollo Optik, die Nummer zwei auf dem deutschen Markt, startete seinen Online Shop erst 2016. Und Fielmann, mit einem Jahresumsatz von rund 1,125 Milliarden Euro klarer Marktführer, verkauft sogar erst seit letztem Jahr online. Doch immerhin bei der technologischen Herangehensweise an den E-Commerce zeigt man sich erfreulich aufgeschlossen: Ähnlich wie Apollo Optik setzt auch Fielmann bei seinem Online Shop nicht auf eine klassische Enterprise-Plattform wie SAP Hybris oder Salesforce Demandware, sondern auf eine Kombination aus Headless-basiertem Backend und Frontend-as-a-Service.

Stefan Wolk

Stefan Wolk ist Director E-Commerce bei Fielmann.

Fielmann

"Fielmann versorgt heute mit seiner Omnichannel-Plattform 27 Millionen Kunden in 16 europäischen Ländern mit Brillen, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen und Hörsystemen", erklärt dazu Stefan Wolk, Director E-Commerce.

Neben dem schon etablierten Kontaktlinsenservice, mit dem sich Fielmann-Kunden seit 2013 ihre Kontaktlinsen nach Hause liefern lassen könnten, habe die Optikerkette im vergangenen Jahr ihre Plattform um einen Online-Shop für Kontaktlinsen und Sonnenbrillen erweitert. Der für das Backend genutzte Tech-Stack setze dabei auf das Shopsystem Shopify. "Die Entscheidung fiel aufgrund der Stabilität und Flexibilität des Systems", so der Fielmann-Online-Chef.

Auch für die technologische Trennung von Backend- und Frontend-Funktionalitäten sei die Offenheit für künftige Entwicklungen der ausschlaggebende Faktor gewesen: "Um auch zukünftig maximal flexibel auf veränderte Kundenwünsche reagieren zu können, ist eine Headless-Architektur eine Grundvoraussetzung", so Wolk. "Die Anbindung zahlreicher Backend-Komponenten erfolgt dabei über APIs im Sinne einer nachhaltigen, modularen Headless-Architektur, die wir fortwährend weiterentwickeln."

"Mit Shopify werden große Unternehmen agil wie ein Start-up"

Umsetzungspartner bei dem Shop-Projekt von Fielmann ist das Heidelberger Unternehmen Makaira. Die eigentlich aus dem Oxid-Umfeld stammende Agentur ist heute auf die Enterprise-Lösung Shopify Plus fokussiert und hat mit dem Makaira-System eine eigene Headless Online-Marketing-Plattform entwickelt.

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