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StackIt Schwarz-Gruppe öffnet die konzerneigene Cloud jetzt auch für Drittkunden

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Bereits vor zwei Jahren hatte die Schwarz-Gruppe (Lidl und Kaufland) ihre Pläne bekannt gegeben, die Dienstleistungen der hauseigenen IT auch anderen Kunden zur Verfügung zu stellen. Jetzt ist es soweit. Die Verzögerung könnte mit einer Übernahme zu tun haben.

StackIt, die digitale Marke der Schwarz IT, bietet seine Cloud- und Collocation-Services ab sofort für Kunden außerhalb der Schwarz Gruppe an. Dies teilte das Unternehmen jetzt auf der eigenen Website mit. Für Beobachter der Szene erstaunt an der Meldung vor allem der späte Zeitpunkt. Denn bereits 2018 begannen die Arbeiten an einer Cloud-Computing-Lösung innerhalb des Schwarz-Konzerns, der in Deutschland mit den Marken Lidl und Kaufland bekannt geworden ist.

Startschuss 2019

2019 fiel der grundlegende Entschluss, die eigene IT-Umgebung auch für Fremdkunden zu öffnen, und im Mai 2020 wurde die Öffnung angekündigt. Bereits damals war aufgefallen, dass die Referenzliste der Kunden nur die beiden hauseigenen Marken Lidl und Kaufland umfasste. 

An den Zielen für StackIt hat sich in den seitdem vergangenen zwei Jahren nicht viel geändert. "Zu Beginn konzentrieren wir uns auf Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen aller Branchen sowie Technologie-Start-ups", erklärt Christian Müller, in Personalunion CIO der Schwarz-Gruppe und Chef der IT-Tochter Schwarz IT. Auch die Rahmenbedingungen im Wettbewerb haben sich wenig geändert. Als einen der Hauptvorteile gegenüber großen Wettbewerbern wie Amazon, Microsoft und Google nennt Müller die Tatsache, dass StackIt ein rein europäisches Produkt ohne Serverstandorte außerhalb der EU ist. 

Neues Sicherheits-Unternehmen

Einen Grund für die deutliche Verzögerung bei der Öffnung der Cloud für Fremdkunden kommuniziert das Unternehmen nicht. Denkbar ist allerdings, dass die Übernahme des israelischen Security-Experten XM Cyber dafür mitverantwortlich ist. Schwarz hatte das Unternehmen erst im November 2021 für angeblich rund 700 Millionen US-Dollar gekauft. Gut möglich, dass man die Services von XM Cyber erst in die konzerneigene Cloud integrieren wollte, bevor man sie auf den Markt bringt.

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